Oldenburg Wenn Oldenburg aufräumt, gilt auch schlechtes Wetter nicht als Ausrede. „Auf die Etzhorner ist Verlass“, munterten sich die Mitglieder des Bürgervereins im strömenden Regen auf. Dick eingepackt zogen sie durch den Stadtteil, mit blauen Säcken und Greifzangen ausgerüstet.

„Der Spaß hält sich heute zwar in Grenzen, aber wir wollen ja nicht nur reden, sondern handeln“, begründete Herbert Brinkmann seinen Einsatz. Zum wiederholten Mal beteiligte er sich am Großreinemachen. Aus dem Graben an der Wilhelmshavener Heerstraße fischte er Plastiktüten und Getränkeverpackungen. Abfall, den andere achtlos in die Gegend geworfen haben. „Das ist nicht schön, aber es überwiegt das Gefühl, etwas für den Stadtteil zu tun“, kommentierte Brinkmann.

„Oldenburg räumt auf“ ist eigentlich als Frühjahrsputz gedacht. Eisiger Wind und Dauerregen prägten jedoch die 14. Auflage am Sonnabend – kurz vor dem Wintereinbruch. „Sie haben sich trotzdem bei Wind und Wetter nach draußen getraut. Dafür gebührt ihnen unser Dank“, würdigte die Erste Stadträtin Silke Meyn auf der Abschlussveranstaltung den Einsatz der rund 3000 Helfer. Bereits am Freitag waren etwa 2500 Schüler durch die Stadt gezogen, ehe Bürger- und andere Vereine am Sonnabend gut 500 Leute mobilisierten. Dass weniger Müll gesammelt wurde als im Vorjahr, wertete Meyn als gutes Zeichen. „Unsere Stadt ist sauberer geworden“, sagte die Dezernentin mit Blick auf die rund 14,5 Tonnen Unrat (2012: 16,2), die in diesem Jahr auf die Waage kamen. Zudem erhielt Meyn den Staffelstab in Besenform von Delmenhorsts Erstem Stadtrat Gerd Linderkamp. Kommende Woche wird sie ihn an Bremerhaven weitergeben, da sich alle drei Städte an der Verbundaktion „Der Norden räumt auf“ beteiligen.

In der Halle des Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB) fanden sich in diesem Jahr wetterbedingt deutlich weniger Teilnehmer ein als üblich, um sich bei Suppe und Würstchen zu stärken. An den orangen Schutzwesten war der Bürgerverein Bürgerfelde zu erkennen. Sechs Hartgesottene hatten sich bereits um 10 Uhr morgens getroffen, um rund um die Teiche für Ordnung zu sorgen. Durchgefroren, aber zufrieden resümierten sie ihren Dienst am Stadtteil. „Wir haben den üblichen Konsumabfall gefunden. Mich ärgert das schon, aber wir wollen ja ein sauberes Bürgerfelde“, überwogen für Ulrich Titze, ebenfalls Wiederholungs-Sammler, die positiven Aspekte.

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Das galt auch für den Weißen Ring und Wildwasser. Denn erneut ging es am Wochenende nicht nur um den Umweltschutz, sondern auch um den guten Zweck. Wie berichtet, spendete die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) zehn Cent pro gesammeltem Kilogramm Müll und stockte den Betrag mit „Schlechtwettergeld“ auf. So erhielt jeder Verein 1000 Euro.


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