HUNDSMÜHLEN /EVERSTEN Sein 100-jähriges Bestehen feiert der Oldenburger Ruderverein (ORVO) zwar erst in zwei Jahren. Die Vorbereitungen auf dieses Jubiläum laufen aber schon jetzt auf vollen Touren. Denn zum runden Geburtstag soll auch eine umfangreiche Chronik erscheinen. Darin gibt es viel zu erzählen, denn der ORVO hat eine ereignisreiche Geschichte vorzuweisen.

Als „Vater“ des Rudersports in Oldenburg wird der Kaufmann Ernst Steenken (Inhaber der damaligen Firma Boyksen, Lange Straße 80) bezeichnet. Er hatte schon als Schüler in Bremen und während seiner Lehr- und Wanderjahre in Ost- und Mitteldeutschland, besonders in Breslau, den Rudersport kennengelernt. Am 18. Mai 1909 kam es in der legendären Gaststätte „Graf Anton Günther“ zur Gründung des Oldenburger Rudervereins.

Zu den Anfängen des ORVO heißt es im Buch „Oldenburger Sportgeschichte“ des Sporthistorikers Matthias Schachtschneider: „Unter dem Vorsitz des Kaufmann Ernst Steenken (Vorsitzender), des Kaufmanns Hans Brauerb (Schriftführer) und des Bankprokuristen Heinrich L. Fischer (Kassierer) sowie des Kaufmanns Arthur Ovye (Instruktor und Bootshauswart) entwickelte sich der Verein zielstrebig.“ Die Flagge des Vereins stellt seit 1909 ein rotes Kreuz auf blauem Grund mit den Buchstaben O.R.V.O. dar.

Ernst Steenken stand dem Verein von 1909 bis 1951 vor. Es folgten als Vorsitzende: Georg Hanßmann (1951 bis 1953), Werner Wagener (1953 bis 1963), Walter Seitz (1963 bis 1964), Heinrich Hallermann (1964 bis 1978), Erich Wille (1978 bis 1985), Udo Fiebig (1985 bis 2000) und Ulrich Pohland (seit 2000). Zu den besonders verdienstvollen ehrenamtlichen Mitarbeitern gehören Hermann Notholt, Swiddo Wagener, Georg Schwenke, Heinrich Plagge, Margarethe Immel, Inge Schwenke, Hartmut Schlachter, Helmut Tönjes, Hans-Jürgen Grummer, Martin Sehrt-Jahnke und Thomas Ihnen.

Zum ersten Standort des ORVO schreibt Matthias Schachtschneider: „Ein Grundstück für das Bootshaus stellte schließlich das Kammerherrenamt Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs auf der sogenannten Keilwiese am linken Ufer der Hunte hinter dem Schlossgarten zur Verfügung. Noch im Herbst 1909 wurde dort ein Holzbootsschuppen errichtet. 1911 folgte der Bau einer kleinen Laube als Aufenthaltsraum.“

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Im Jahre 1924 kam es zum Umzug an den Standort am Achterdiek. Der Bau des Küstenkanals, durch den die Hunte am Schlossgarten zu einem toten Arm wurde, zwang zu einer Verlegung des Bootshauses. Im Frühjahr 1924 kauften der Oldenburger Yacht-Club und der Oldenburger Ruderverein auf der Landzunge zwischen Alter Hunte und Kanal von der Gärtnerei Lüken Land, um dort ein Haus für Boote und die Vereinsarbeit zu errichten. Auf diesem Grundstück entstand das heutige Bootshaus.

Dem Oldenburger Ruderverein gehören heute mehr als 450 Mitglieder an. Er widmet sich sowohl dem Leistungssport wie auch dem Breiten- und Freizeitsport. Zurzeit gehört der ORVO, der seit 1999 Landesleistungszentrum ist, zu den leistungsstärksten Rudervereinen Niedersachsens. Im Jugendbereich ist der Club seit Jahren führend.

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