Betrifft: „Böllerverbot auch in Oldenburg möglich?“ (NWZ vom 6. Dezember); zur Diskussion über Silvesterfeuerwerke

Man wird es kaum hinbekommen, ein generelles Knallverbot zu erreichen. Aus vielen Gründen wäre ich dennoch dafür, stationäre Verbote auszusprechen.

Doch die Lobby der pyrotechnischen Spaßknallerei, sowie auch zunehmend kommerziell veranstaltete Feuerwerksveranstaltungen, werden das als Freiheitsberaubung titulieren oder Verbot von Brauchtumspflege oder Kunst- und Kulturverbot empfinden.

Dennoch bleibt den Behörden, insbesondere einer Stadtverwaltung und der Polizei, die Möglichkeit, im Zuge von Gefahrenabwehr stationäre Verbote auszusprechen.

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Viele Bürger würden das sicher begrüßen. Da wären in Oldenburg, wie schon jetzt üblich, Krankenhäuser, Altenheime, Kirchen sowie Gefahrenpunkte wie die Lappan-Haltestelle und alle Haltestelle am Wallring, die gesamte Innenstadt in der Fußgängerzone, alle Fahrbahnen und Kreuzungen der Hauptverkehrsstraßen.

Das Abstellen oder Liegenlassen von Flaschen oder sonstigen Restkartons von Pyroartikeln stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann ebenfalls verfolgt werden.

Das schwierige Überwachen darf dennoch kein Hinderungsgrund sein, etwas zu tun, was eigentlich überfällig ist und Ordnungskräften sowie Bürgern einen Handlungsrahmen gibt.

Michael Köhler Oldenburg

Ich bin auf jeden Fall für ein Böllerverbot! Die riesige Anzahl an qualitativ minderwertigen Böllern, zehn Stück für 3,99 Euro, die entweder tatsächlich nur laut sind oder aber in der Luft nur einen Puff und ein wenig Buntes erzeugen, ist ein Ärgernis, wie ich finde. In den Tagen davor und danach liegen die Straßen und Wiesen voll mit Resten von Feuerwerkskörpern und vermüllen die Straßen. Stattdessen sollte es stadtweit ein großes qualitativ hochwertiges Feuerwerk von Pyrotechnikern geben, ähnlich wie beim Kramermarkt. Davon hätten alle mehr.

Melanie Matuszak per E-Mail

Auch ich bin für ein städtisches Verbot von Böllern. Es hinterlässt eine große Menge Müll, die in den meisten Fällen nicht von den Verursachern entfernt wird. Für die Natur (einschließlich Hunde und Katzen) ist es ein Martyrium, die Luft in den Zentren der Städte verwandelt sich in eine Qualität, die so niemals vom Straßenverkehr akzeptiert würde, und in den vergangenen Jahren war zu beobachten, dass die Verabschiedung des alten Jahres hinsichtlich des Feuerwerkes einen Wandel von Klasse zu Masse ergeben hat.

Georg Nobis per E-Mail

Bei uns in Ofenerdiek wird vom 28. Dezember bis 2. Januar geknallt. Es ist teuer, nervig, umweltschädlich und eine Qual für alle Tiere.

Susanne Nühlen per E-Mail

Wir sind für ein Böllerverbot. Feuerwerkskörper können auch Häuser in Brand setzen. Das ist uns mit unserem neugebauten Haus passiert.

Peter Prahl per E-Mail

Wir finden die private Böllerei nervig, überflüssig und halten sie für eine Einladung zum Müllproduzieren. Auf fast eine Woche Radau und Dreck kann man gut verzichten. Gegen ein öffentliches Feuerwerk wie in Frankreich oder das Hamburger Kirschblütenfest ist nichts einzuwenden.

Eberhard Schattner Wiefelstede

Ich bin die Besitzerin einer sehr sensiblen Hündin und zugleich selbst hochsensibel. Die alljährliche Knallerei am Silvesterabend und in den Stunden/Tagen vor- und nachher ist für uns eine Quälerei. Der Umweltaspekt der Böllerei ist für mich ein weiterer Grund, die Böllerei in bisherigem Umfang auch zukünftig abzulehnen.

Allerdings ist dieser lautstarke Brauch fest auf der Feier-Liste vieler Mitmenschen eingeschrieben. Für mich unverständlich, ist es für andere undenkbar, darauf zu verzichten.

Vor dem Hintergrund, dass sich auch hier ein weiteres Konfliktpotenzial auftun könnte, mache ich den Vorschlag, dass es für Böllerfans einen geeigneten Ort geben sollte, an dem sie gemeinschaftlich ihrer Leidenschaft nachgehen könnten.

Bei der Auswahl eines solchen Ortes wäre es wichtig, auf die freilebenden Tiere, vor allem die Vögel, zu achten. Vielleicht bietet sich der Platz an der Weser-Ems-Halle dafür an, dort ist die Tierwelt an massive Geräuschentwicklung gewöhnt.

Unsere Stadt gehört in der Silvesternacht seit Jahren den Böllerfans. Wir anderen haben das bisher aushalten müssen. Ich denke, es ist an der Zeit, die Verhältnisse umzukehren.

Erika Schlobben per E-Mail

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