Oldenburg /New York Als Modemetropole ist Oldenburg nicht unbedingt bekannt. Katharina Marth entdeckte die Welt der Kleider trotzdem hier für sich. „Ich wollte immer etwas Kreatives machen“, erinnert sie sich. Dafür ging sie zuerst nach Berlin, dann nach Amsterdam und jetzt verschlägt es sie nach New York.

Nach ihrem Abitur an der Graf-Anton-Günther-Schule 2008 zog es sie zum Studium nach Berlin. Nach dem Abschluss möchte sie nun Berufserfahrung sammeln. Deswegen flog sie am Osterwochenende in die USA, um sechs Monate lang in New York beim etablierten Modelabel „Rubin Chapelle“ den Modedesignern Sonja Rubin und Kip Chapelle über die Schulter zu schauen.

Bevor es losging, musste die 24-Jährige ihre Bachelor-Arbeit fertigstellen. „Nachdem der schriftliche Teil fertig war, musste ich noch die praktischen Teile umsetzen und dann die Modelle präsentieren“, sagt sie. Bis dahin wurde geschneidert und genäht. „Ich habe viel Seide für meine Bachelor-Arbeit benutzt, das ergänzt sich gut mit dem Praktikum“, sagt Marth.

Auch in den Kollektionen von Rubin Chapelle werden Seide und andere hochwertige Materialien verwendet.

Der Kontakt zu Sonja Rubin kam über ein vergangenes Praktikum in Berlin und über eine ihrer Dozentinnen zustande. Mit der Designerin hat Marth auch schon am Telefon gesprochen – auf Deutsch, denn Rubin ist gebürtige Schweizerin. „Sie war sehr nett und interessiert beim Bewerbungsgespräch.“ Beim Praktikum in Berlin habe sie viel mitarbeiten dürfen, erzählt Marth. „Ich hoffe, dass ich auch bei Rubin Chapelle integriert werde.“

Die Kosten für den Flug übernimmt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Im Rahmen des Deutsch-Amerikanischen Praktikantenprogramms hat sich Katharina Marth auf ein Stipendium beworben und hatte Erfolg. Neben den Reisekosten bekommt sie 600 Dollar im Monat. Ihre Unterkunft – ein Wohnheim – kostet jedoch 300 Dollar in der Woche. „Meine Hauptsponsoren helfen mir noch ein bisschen“, so die 24-Jährige lachend. Gemeint sind ihre Eltern, die sie von Beginn an unterstützten. „Überrascht war ich von meinem Vater. Ich dachte, er würde etwas ,Solides’ bevorzugen, aber er steht voll hinter mir“, so Marth.

Seit 2009 hat sie einen der rund 30 begehrten Modedesign-Studienplätze an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Dort lernte sie nicht nur das Entwerfen von Kleidung, sondern auch alles rund um das Modegeschäft.

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Ein Semester studierte Marth in Amsterdam zusammen mit angehenden Modeschöpfern aus den USA, England oder Frankreich. „Dort habe ich eine Menge unterschiedliche Arbeitsweisen kennengelernt. „Ich hoffe, auch in New York viel Neues dazuzulernen.“ Ein weiterer Vorteil ihres Auslandsaufenthaltes in den Niederlanden: „In Amsterdam mussten wir Englisch sprechen.“

Wo ihre Zukunft liegt, weiß Katharina Marth noch nicht. „Wenn es mir in den USA gefällt, könnte ich mir auch vorstellen, länger dort zu bleiben.“ Doch auch Deutschland gegenüber ist sie nicht abgeneigt. Sehr zur Freude ihrer „Sponsoren“: „Meine Eltern hätten es bestimmt gerne, wenn ich wieder nach Oldenburg käme.“

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