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OLDENBURG Mofafahrer aufgepasst: Die Polizei hat aufgerüstet, um gegen jugendliche Raser auf frisierten Mofas und Motorrollern schärfer vorgehen zu können. Mit einem mobilen Rollenprüfstand können die Beamten die Höchstgeschwindigkeit der technisch manipulierten Zweiräder einfach und sicher nachweisen.

Das Gerät kostet rund 14 000 Euro. Es besteht aus einem Prüfstand, einem Laptop, spezieller Software, einem tragbaren Drucker und einem Auto-Anhänger. Somit hat die Polizei die Möglichkeit, das Gerät im gesamten Stadtgebiet einzusetzen. Mit ihm wird vor allem im Bereich von Schulen kontrolliert.

Früher war es für die Polizei bei Verkehrskontrollen nicht einfach, die technische Manipulation zu beweisen. Meist wurden deswegen Gutachter beauftragt. Das geht nun schneller und günstiger.

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Bislang wurden 17 frisierte Roller mit dem neuen Gerät getestet. „Der bisherige Spitzenwert war 73,8 km/h“, sagt Kommissar Marcus Grube, der für den beim Polizeiamt am Friedhofsweg stationierten Prüfstand zuständig ist.

An diesem Mittwoch überprüfte Grube zusammen mit seinem Kollegen Jürgen Baltrock den Roller eines 15-Jährigen. Der Jugendliche war vergangene Woche von einer Streife erwischt worden, als er deutlich schneller als mit den erlaubten 25 km/h durch Osternburg brauste. Das Fahrzeug wurde sichergestellt.

Grube und Baltrock montierten den Roller der Marke Derbi am Mittwoch auf den Prüfstand und gaben dann kräftig Gas, um die Höchstgeschwindigkeit zu ermitteln. Das Ergebnis nach Abzug einer Toleranz: 36,8 km/h. Grube: „Das hat Folgen. Für diese Geschwindigkeit ist mindestens die Fahrerlaubnis M erforderlich.“

Bußgeld und Punkte

Bei konkreten Verdachtsfällen wird das frisierte Mofa sichergestellt und dann auf dem Prüfstand getestet.

Besitzt der Fahrer eines frisierten Mofas keinen Führerschein liegt die Straftat Fahren ohne Fahrerlaubnis vor. Überdies erlischt die Betriebserlaubnis für das Fahrzeug. Wurde der Fahrer zum ersten Mal erwischt, wird das Verfahren meist gegen Ableistung von zehn bis 15 Sozialstunden vom Gericht eingestellt. Wiederholungstäter müssen mit Punkten in der Verkehrssünderkartei und mit einem Bußgeld rechnen. Die Höhe ist u.a. abhängig vom Einkommen.

Bevor das Mofa wieder benutzt werden kann, muss es in den ursprünglichen Zustand gebracht werden. Die Abnahme erfolgt dann bei Dekra, TÜV oder KÜS.

Rainer Dehmer Oldenburg / Redaktion Oldenburg
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