Oldenburg Der Oldenburger Kreisverband des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) spricht sich gegen die Verlagerung des Bahn-Personenverkehrs auf eine Umfahrungstrasse aus. Die politische Mehrheit im Rat blockiere mit ihrem Festhalten an einer Umfahrung ökologisch und verkehrspolitisch sinnvolle weitere Bahn-Haltepunkte unter anderem in Ofenerdiek und an der Alexanderstraße, sagte der Kreisvorsitzende Detlev Bayer in einem Gespräch mit der NWZ .

Oldenburg sei als wachsende Stadt darauf angewiesen, den Bahnverkehr auch für innerörtliche Fahrten stärker zu nutzen, sagte der stellvertretende Kreisvorsitzende Wilfried Jankowski. Schon heute seien die Ein- und Ausfallstraßen zu den Stoßzeiten überlastet. Mit der Bahn über weitere Haltepunkte – etwa auch in Krusenbusch oder Osternburg – zu verhandeln, sei angesichts der Kontra-Haltung in Rat und Verwaltung gegenüber dem Stadtstreckenausbau nicht möglich.

„Alles wird blockiert – auch die Frage der Bahnübergänge“, sagte Jankowski, der als stellvertretender Vorsitzender auch im Landesverband aktiv ist. Die Stadtstrecke völlig aufzugeben, wie es der Politik vorschwebe, mache alle Lösungen für den Personenverkehr auf Dauer unmöglich.

Renate Britz, ebenfalls stellvertretende Kreisvorsitzende, verwies darauf, dass es attraktiv sei, mit der Bahn in die Innenstadt zu fahren, weil vom Hauptbahnhof aus viele Ziele zu Fuß erreichbar seien.

Schatzmeister Thomas Böckmann sieht in der von der Bahn geplanten Elektrifizierung auf der Stadtstrecke einen Beitrag zum Lärmschutz – durch E- statt Dieselloks. Auch in Lärmschutzwänden an der Strecke, die nach Ansicht der Ausbaugegner „die Stadt zerschneiden“, sieht der VCD-Vorstand kein Problem: „Über Wände an der Autobahn hat sich noch niemand aufgeregt“, sagte Bayer.

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Auch der Fahrgastbeirat des Verkehrsverbundes Bremen-Niedersachsen spricht sich gegen ein Ende des Personenverkehrs auf der Stadtstrecke aus, sagte dessen Mitglied Gernot Lucks. Es sei wichtig, das Angebot auf der Schiene zu verbessern. Die Chance dafür müsse bleiben.

Gegen eine reine Güter-Umgehungstrasse, wie Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) sie favorisiert, falls der Jade-Weser-Port ins Laufen komme, sei nichts einzuwenden, hieß es.

Thorsten Kuchta stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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