Oldenburg 727 Seiten dick, acht Hauptkarten; 39 Textkarten und eine Extrakarte, 33 Arbeitskarten – der neue Landschaftsrahmenplan hat es in sich.

Diplom-Biologe Volker Moritz stellte das von ihm im Auftrag der Stadt erarbeitete Werk am Donnerstagabend im Umweltausschuss vor. Oder auch nicht, denn vor einer Veröffentlichung wird der Landschaftsrahmenplan erst einmal zur Prüfung zum Ministerium nach Hannover geschickt, anschließend wird er in Oldenburg ausgelegt und erst dann (vermutlich im Internet oder auf DVD gebrannt ) 2014 veröffentlicht.

Als „unwahrscheinliche Perle, auf die aufgebaut werden kann“, schätzt Moritz den Plan ein. Zunächst gibt es darin eine aktuelle Zustandsbeschreibung der Natur und der Landschaft Oldenburgs. Anhand dieser Fakten ließe sich ein naturschutzfachliches Konzept entwickeln. Den Trägern öffentlicher Belange diene der Plan zudem als Vorabinformation für die Stellungnahmen zu Bauvorhaben. Dazu gehören Bundes- und Landesbehörden, die Bundeswehr, Landkreise und Städte, Energieversorger, Wasserwerke, Entsorgungsfirmen, Betreiber von Telekommunikationsnetzwerken, Post, Bahn sowie die Feuerwehr und Rettungsdienste.

Moritz gewährte den Ausschussmitgliedern nur einen kleinen Einblick in sein Werk. Er zeigt eine Karte, auf der besonders schützenswerte Biotope, Pflanzen und Tiere vorkommen. Die befinden sich im Osten der Stadt entlang der Autobahn 29. In etwa dort, wo Planer die Bahnumgehungstrasse verlegen wollen.

Rechtsverbindlichkeit besitzt der Landschaftsrahmenplan allerdings nicht.

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Die Stadt Oldenburg hatte eigener Mitteilung zufolge zuletzt 1994 einen Landschaftsrahmenplan veröffentlicht. Dabei handelte es sich um ein Fachgutachten des Naturschutzes, in dem flächendeckend erstmalig der Zustand von Natur und Landschaft und die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft im besiedelten und unbesiedelten Bereich dargestellt wurden.

Der Textteil des Landschaftsrahmenplanes umfasste vergleichsweise wenige Seiten (480), der Kartenteil bestand aus 16 Themenkarten.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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