Osternburg /Tweelbäke Oldenburg ist eine grüne Stadt, das schätzen alle Menschen, die in ihr leben. Für die Farbtupfer sorgen Blühwiesen, die überall über das Stadtgebiet hinweg angelegt worden sind – auch entlang stark befahrener Straßen.

Blumen sehen schön aus

Das sieht zum einen schön aus, zum anderen sind die Blühwiesen aber vor allem Futterquellen von Insekten, die zunehmend im Bestand bedroht ist. Das Engagement der Oldenburger ist riesig. Das beweisen auch Zahlen, die die Stadtverwaltung vorgelegt hat. Mehr als 400 Vorschläge für mögliche Standorte wurden der Stadtverwaltung nach einer Veröffentlichung in der NWZ unterbreitet, sechs Standorte wurden ausgewählt und für ca. 24 000 Euro zur Aussaat hergerichtet. In 2020 sollen voraussichtlich fünf weitere Standorte folgen.

Allerdings seien, bevor ausgesät werde, einige Fragen zu klären. Im Vorwege solcher Aktionen seien allerdings einige Fragen zu klären: So müssten die Bürger darüber informiert werden, welche Flächen geeignet seien und wer für die Pflege (gießen) zuständig sei. Gleiches gelt für die städtische Grünflächenpflege. Vorab müsse geklärt werden, ob überhaupt Anlieger ehrenamtlich bereit seien, sich um die Blühflächen zu kümmern. Die Verwaltung jedenfalls braucht konkrete Ansprechpartner, schon aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht, die die Stadt Oldenburg für die Flächen hat.

Es besteht jederzeit die Möglichkeit für Bürger mittels eines Gestattungsvertrages, wie dies etwa mit dem Amt für Verkehr und Straßenbau für viele Verkehrsgrünflächen möglich ist, eine geeignete Grünfläche z.B. für die Anlage von Wildblumenwiesen etc. zu nutzen. Ein entsprechendes Projekt zu einer Streuobstwiese wird zum Beispiel am Spielplatz Rosenbohmsweg in Osternburg vorbereitet.

Vorarbeiten notwendig

Für die Ansaat einer Wildblumenwiese sind umfangreiche Vorarbeiten vor Ort nötig. Als erstes muss untersucht werden, welche Insekten gefördert werden sollen. Neben Nahrung muss den Tieren auch Wohnraum geboten werden, gerade die selteneren Arten stellen hohe Ansprüche. Ein Beispiel: Eine z.B. für Wildbienen geeignete Fläche kann mit entsprechenden Nahrungsangeboten und Nistmöglichkeiten ganz anders aussehen, als die klassi-sche Blumenwiese mit vielen bunten Blüten. Nach der recht aufwendigen Herstellung einer solchen Fläche muss dann eine fachgerechte Betreuung und Unterhaltung durch die Bürgerinnen und Bürger sichergestellt werden. Die Kosten für die Anlage von Wildblumenwiesen liegen nach bei ca. 17 Euro pro Quadratmeter.

Die Verwaltung könnte mit relativ geringem Aufwand das Saatgut bereitstellen. Kleinere Mengen für die private Verwendung werden im Rahmen der Bürgerberatung zum Thema Wildbiene und Co schon seit einigen Jahren abgegeben. (Umwelttelefon 235-2777, Mail: naturschutz@stadt-oldenburg.de). Für Gartenbesitzer, die auf ihrem Grundstück eine Blühwiese anlegen wollen, stellt die Verwaltung derzeit Informationen zusammen.

Stadt als Vorbild

Als Vorbild geht auch die Stadtverwaltung voran. So werden zum Beispiel die Freiflächen in den beiden großen Baugebieten Eversten-West und Am Bahndamm mit regionalem Saatgut als Wiesen angelegt. Auch bei zukünftigen Vorhaben an Spielplätzen, in Grünanlagen und bei der Entwicklung neuer Baugebiete wird das Thema Anlage von Wildblumenwiesen berücksichtigt, verspricht die Stadtverwaltung.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.