Osternburg /Stadtmitte Kirchen- und Stadtführungen „zu Fuß“ gehören bei Gästeführern zum Angebot. Weiter auseinander liegende erkundungswürdige Objekte können besser mit dem Fahrrad und seniorengerecht erreicht werden. Auch solche Exkursionen durch verschiedene Stadtteile gehören mittlerweile zum touristischen Programm Oldenburgs. Die Evangelische Binnenschiffermission hat nun noch eine neue Konzeption gestartet.

„Mit dem Fahrrad rund um den Hafen Oldenburg“ heißt das Angebot. „Die Premiere fand so großes Interesse, dass eine Warteliste angelegt werden musste“, erzählt Wolfgang Oehrl, Betreuer der Binnenschiffermission, der als Stadtführer schon vielfältige Einblicke ins Oldenburg von früher und heute gegeben hat.

Bei der neuen Konzeption radelt man nun also rund um den Hafen. Zwischendurch werden Firmen und Bauwerke besucht. Die Start- und Endpunkte liegen zwar nur 200 Meter Luftlinie voneinander entfernt, sind jedoch durch die Hunte getrennt. „Die Besichtigungsstrecke über den Stadthafen beträgt rund sechs Kilometer“, so Oehrl.

Vom Werk aufs Schiff

Bei der ersten Tour wurde laut dem Stadtführer beim Rhein-Umschlag (Dalbenstraße) gestartet. Eigene Kies- und Sandwerke sind Grundlage für jährlich 1,7 Mio Tonnen Baustoffe, die zumeist mit Binnenschiffen befördert werden. Die Fertigstellung des neuen Wendehafens nebenan erlaubte größeren seegängigen Schiffen das Anlegen.

Nächste Station war Peguform (Rheinstraße). Das Unternehmen stellt im Spritzgussverfahren Kunststoffteile für Pkw und Lkw her. Oehrl erzählt: „Die Besucher waren beeindruckt von der genauen Kontrolle: Kleinste Stellen mit rauer Oberfläche oder Pickel führten zur Nachbearbeitung oder zur Schrottkiste.“

Dann ging es zum Entsorgungsfachbetrieb Heine (Emsstraße). „Ein Familienbetrieb mit mehr als 90-jähriger Erfahrung“, weiß Oehrl. Die Besuchergruppe stand staunend vor meterhohen Papierballen, vorwiegend aus Altpapiersammlungen die in die Wiederverwertung wandern. Und sie erfuhren, dass alte Tapeten, Staubsaugerbeutel oder Windeln dafür nicht verwendbar sind. Auch Schreddern von Dokumenten vertraulichen Inhalts gehört zu den Aufgaben der Firma.

An der Cäcilienbrücke gab es einen Mittagsimbiss. An der Eisenbahnbrücke am Stau wurde den Ausflüglern erklärt, wie die Schienen und die Oberleitung der Klappbrücke verbunden sind. Sie besichtigen auch deren technisches Untergrundleben. „Wie ein Donnerwetter rauschten die Züge nebenan über die Brücke“, sagt der Stadtführer.

Endpunkt war der Mischfutterhersteller Agravis am Stau. Rund drei Millionen Tonnen werden hier jährlich erzeugt, so Oehrl. „Landwirte können eigene Futterrezepturen für ihr Vieh vorgeben.“

Neue Warteliste

Am Freitag, 16. August, 10 Uhr, gibt es die nächste Tour rund um den Hafen. Laut Oehrl sind noch wenige Restplätze von der Warteliste vorhanden (Auskunft: 9 bis 12 Uhr, 15 bis 19 Uhr unter Telefon   4 56 00). Er sagt: „Eine neue Warteliste vertröstet auf spätere Ausflüge. Die Führungen belasten die Betriebe, so dass nicht sofort eine neue Radtour angeboten werden kann.“ Der Ausflug ist kostenlos, ein Beitrag von 2 Euro € (als kleine Aufmerksamkeiten für die Führer) wird erbeten.

Anfang und Ende werden Rhein-Umschlag und Agravis sein. Beide Firmen sind auch neue Stützpunkte für die Binnenschiffermission.

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