Oldenburg Dass die Mieten in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind, haben viele Menschen in Oldenburg schon schmerzhaft registriert. Doch wie hoch ist der Anstieg wirklich? Wie steht die Stadt im Vergleich zu anderen Großstädten da. Und mit welchen Quadratmeterpreisen muss man mittlerweile rechen?

Das Internetportal Immowelt hat die Daten für 80 Großstädte ausgewertet. Basis waren mehr als 100 000 Angebote Neuvermietungen, die zwischen 2009 und 2019 auf der Internetplattform eingestellt wurden.

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Wenig überraschend sind die Spitzenreiter in der Statistik. In Berlin stiegen die Preise laut Studie binnen zehn Jahren um satte 104 Prozent. Teuerste Stadt für Mieter ist München.

Nun aber zu Oldenburg. Hier hat die Immowelt einen Median von 8,30 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter für das Jahr ermittelt. Was bedeutet das? Die eine Hälfte der angebotenen Wohnungen lag unter diesem Wert, die andere Hälfte darüber. Berücksichtigt wurde das gesamte Angebotsspektrum – von der nagelneuen Luxuswohnung bis zur renovierungsbedürftigen Bruchbude.

Im Jahr 2009 lag der Median noch 2,50 Euro pro Quadratmeter niedriger – bei 5,80 Euro. Beispiel: die Durchschnitts-Dreizimmerwohnung mit 80 Quadratmetern hätte demnach 2009 ohne Nebenkosten 464 Euro im Monat gekostet. 2019 hätte man dafür aber 664 Euro zahlen müssen – 200 Euro oder rund 43 Prozent mehr.

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In Niedersachsen liegt Oldenburg mit seinem Median-Preis auf Platz drei. Spitzenreiter ist die Studentenstadt Göttingen (8,90 Euro/Quadratmeter) vor Hannover (8,60). Osnabrück liegt mit acht Euro leicht hinter Oldenburg. Für Bremen wurde ein Median von 7,90 Euro errechnet. Bundesweit führt München. Dort liegt die mittlere Miete bei satten 17,70 Euro pro Quadratmeter. Es folgen Frankfurt (13,50) und Stuttgart (12,70). Am günstigsten ist der Median in Chemnitz (5,10).

Lebt man nun günstiger in Oldenburg als in München? Das kommt darauf an. Das durchschnittliche verfügbare Einkommen pro Person betrug in München 2018 knapp 29 000 Euro, in Oldenburg lag es nur bei 19 900 Euro. Jeder Münchner (Kinder und Rentner mitgerechnet) hatte demnach rund 9000 Euro mehr pro Jahr zur Verfügung. Für unsere 80-Quadratmeter-Durchschnittswohnung würde das bedeuten: In Oldenburg müsste man pro Jahr 7968 Euro Miete zahlen, in München 16 992 Euro – eine Differenz von fast 9000 Euro. Bei einem Single würde das höhere Einkommen komplett durch die höhere Miete kompensiert werden. Ein Zwei- oder Drei-Personenhaushalt hätte in München aber trotz der enorm hohen Mieten mehr Geld übrig.

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Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede/Oldenburg
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