Oldenburg „Der von der Politik beschlossene erneute Shutdown bringt große Teil der gewerblichen Wirtschaft in Existenznot“, befürchtet Carola Havekost, bei der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK) Geschäftsführerin für den Bereich Handel. „Das gilt auch für Handel und Gastronomie in den Innenstädten und Ortskernen. Die Vollbremsung im Weihnachtsgeschäft, das ist die Zeit mit dem größten Umsatzanteil im Jahr, ist für den Handel in Oldenburg wie anderswo ein Riesenproblem, so notwendig der Shutdown ist.“

Vor allem auch die Zukunft der Oldenburger Innenstadt bereitet Havekost Sorge. Diese werde sich nach dem Shutdown verändert haben. Die Geschäftsführerin berichtet schon jetzt von „Unsicherheit und Verzweiflung von Geschäftsinhaberinnen und -inhabern“, die sich in Gesprächen mit der IHK-Corona-Hotline widerspiegelten. Jetzt erst recht drehe sich alles um schnelle finanzielle öffentliche Hilfe. Die teils für Händler und Gastronomen nicht einfach zu durchblickenden Förderprogramme seien „ein Schwerpunkt unserer Beratung in der Hotline“.

Die Corona-Hotline der IHK ist unter Telefon  0441/2220317 erreichbar sowie per, E-Mail an corona@oldenburg.ihk.de.

„Die von Bund und Ländern beschlossenen verschärften Beschränkungen sind einmal mehr ein sehr harter Schlag für viele unserer Betriebe und erschweren deren ohnehin schon sehr schwierige Lage weiter“, sagt Heiko Henke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Oldenburg. „Umso wichtiger ist es, die von diesen härteren Vorgaben betroffenen Betriebe und Unternehmen nicht allein zu lassen, sondern ihnen mit Hilfen unter die Arme zu greifen, die der jeweiligen Betroffenheit angepasst sind.“ Insofern werde die Ankündigung einer Überbrückungshilfe III begrüßt.

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„Wir hätten uns Anderes gewünscht und auf die nun geplanten Einschränkungen gerne verzichtet, aber leider gibt die Infektionsdynamik der Politik den Takt vor“, so Henke. „Die erschreckend hohen Infektions- und inzwischen auch Todeszahlen lassen keine wirklich andere Entscheidung mehr zu, um die Infektionsdynamik zurückzuführen. Gesundheitsschutz ist Betriebe-Schutz!“

Die Schließung des Einzelhandels ab dem 16. Dezember trifft auch das Handwerk: Ausnahmen gelten für Geschäfte, die den täglichen Bedarf decken. Dazu zählen aus dem Bereich des Handwerks Augenoptiker, Hörgeräteakustiker, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten und Reinigungen. Bäckereien oder Metzgereien dürfen für den Außerhausverkauf betreiben, der Verzehr vor Ort bleibt untersagt. Friseursalons, Barbershops, Kosmetikstudios und ähnliche Betriebe müssen schließen.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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