Oldenburg Vor zwei Jahren war die Weser-Ems-Halle mit einem unerwartet hohen Defizit in die Schlagzeilen geraten. Im Februar 2017 wurde bekannt, dass die Stadt rund eine Million Euro mehr zuschießen muss als geplant. Als Ursache nannte Geschäftsführer Dieter Meier damals unrealistisch hohe Erwartungen an die Erlösentwicklung durch die Eröffnung der neuen EWE-Arena. Zähneknirschend genehmigte der Rat die Mehrkosten. Die Prognosen waren zu Zeiten von Meiers Vorgänger Jan Wartemann aufgestellt worden.

Nach diesen Turbulenzen war die Weser-Ems-Halle in ruhigere Fahrwasser zurückgekehrt – was Geschäftsführer Meier am Mittwoch positive Rückmeldungen aus der Politik einbrachte. „Es ist erfreulich, dass sich die Weser-Ems-Halle stabilisiert hatte“, sagte Christoph Baak (CDU) im jüngsten Finanzausschuss. Roland Zielke (FDP) bekräftigte die Einschätzung und ergänzte: „Wir hoffen, dass der Zuschussbedarf weiter sinkt.“

Die Weser-Ems-Halle hat im vergangenen Jahr einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 4,3 Millionen Euro erwirtschaftet. Das Defizit fiel um rund 400 000 Euro niedriger aus als prognostiziert und liegt um rund 60 000 Euro über dem Defizit von 2017.

Die positive Entwicklung will die Geschäftsführung zum einen durch die Einführung weiterer Messen fortsetzen. Zuletzt hat die Halle die Messe Mohltied („das frische Messeformat für Gaumenfreude“) ins Leben gerufen. Das Angebot soll dem Trend nach bewusster Ernährung Rechnung tragen. Auch neue Kongresse, die nach Oldenburg geholt werden sollen, sollen den Umsatz steigern.

Mehr will Hallenchef Meier noch nicht verraten. „Die Konkurrenz schläft nicht“, sagte Meier auf Nachfrage. Mit Einzelheiten zu dem neuen Format, das für 2020 erstmals geplant sei, will die Weser-Ems-Halle nicht Mitbewerber auf den Plan rufen.

Aussteller könnten nur an einer begrenzten Zahl an Veranstaltungen teilnehmen. „da sprechen wir nicht nur über andere Veranstaltungen in der Region, sondern bundesweit.“ Pluspunkt für die Weser-Ems-Halle im Wettbewerb um Aussteller: „Wir können sehr individuell betreuen.“

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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