Oldenburg Viele Besucherinnen und Besucher der Volkshochschule (VHS) klagen seit Jahren: Wer mit dem Auto zu Kursen und Veranstaltungen anreist, muss besonders am frühen Abend viel Geduld für die Parkplatzsuche mitbringen oder einen Fußweg zur Karlstraße 25 einplanen. Nicht nur für Autos fehlt Platz; auch Fahrradfahrer haben größte Probleme, in der Umgebung ihr Rad abzustellen.

Ab Herbst 2019 soll ein neues Parkhaus, das auf dem bisher geschotterten, kostenfreien, Parkplatz hinter der VHS entsteht, zumindest die größte Not lindern.

Die geplante Hochgarage umfasst 220 Stellplätze. „Wir würden gern mehr Stellplätze schaffen“, sagt Stefan Könner, Geschäftsführer der GSG Oldenburg Bau- und Wohnungsgesellschaft mbH. „Die Bauabstandsflächen geben leider nicht mehr her.“

Das Gebäude in Stahlbauweise ist rund 13 Meter hoch und damit niedriger als die angrenzende VHS. Könner deutet an, dass die Stellplätze mit Blick auf den Bedarf im Quartier nicht reichen könnten.

Die GSG baut die Hochgarage, die über die Straßburger Straße erschlossen wird, als öffentliches Parkhaus. Angesprochen sind neben VHS-Kunden auch Besucher der Jugendherberge, die direkt daneben entsteht. Auch die Vierol AG sei interessiert. Daneben könnten zum Beispiel auch Bahn-Kunden parken.

Betreiben will die GSG das Parkhaus nicht. „Wir suchen eine Parkhausgesellschaft als professionellen Betreiber“, sagt Könner. Zu den Kosten kann Könner auch noch nichts sagen. Fest stehe, dass die GSG die Hochgarage wirtschaftlich bauen und betreiben müsse. „Nach unserer Berechnung ist das gegeben.“

Die Vermutung, das Wohnungsbauunternehmen GSG bewege sich mit dem Bau auf einem fremden Geschäftsfeld, weist Könner zurück. Die Stellplätze gehörten zu den nachrangigen Funktionsräumen für VHS und Jugendherberge – ein Projekt, das ebenfalls die GSG verwirklicht.

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Die VHS zählt pro Tag je nach Saison 1000 bis 1800 Besucher, berichtet Christian Wassrodt, Bereichsleiter Service und Controlling, der VHS. Die kaum 50 Parkplätze, die hinter der VHS zur Verfügung stehen, seien „nichts“. In Spitzenzeiten fahre die dreifache Zahl an Kunden auf den Platz – und wieder runter. Ein Teil der Stellplätze werde von Fremdparkern belegt und stehe den VHS-Besuchern erst gar nicht zur Verfügung.

Die VHS will mit dem Parkhaus allerdings auch die Situation für Radfahrer deutlich verbessern. In der Hochgarage würden Flächen für Fahrräder eingerichtet. „Unser Ziel ist es ganz klar, mehr Kunden aufs Rad zu locken.“ Wassrodt betont auch die hervorragende Anbindung der VHS an Busse und Bahn. „Hauptbahnhof und Zentraler Busbahnhof in unmittelbarerer Nähe – besser geht es nicht.“

Christoph Kiefer Chefreporter / Reportage-Redaktion
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