Oldenburg Die Bundesregierung hat sich gerade auf eine Wasserstoffstrategie geeinigt –was auch für Unternehmen wie „buses4future“ ein Gewinn sein dürfte. Die Oldenburger, die mit ihren Kooperationspartnern im Projekt „SuperSurf“ in Den Haag bereits den Deutsch-Niederländischen Wirtschaftspreis erhalten haben, stehen mit ihrem Konzept jetzt auch im Finale des Gründerpreises Nordwest – mit zwölf weiteren Unternehmen, vier davon aus Oldenburg. 88 Unternehmen hatten sich beworben. Die Entscheidung fällt am 7. Juli in Leer. Die Finalisten aus Oldenburg sind:

„buses4future“

Mit „buses4future“ möchten Dr. Hans Hermann Schreier (Ratsherr/LKR) und Susanne Schreier wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenbusse in die Stadt bringen – als ÖPNV-Projekt für emissionsfreie Mobilität im öffentlichen Nahverkehr und konstruktiven Beitrag zur Beherrschung des Klimawandels.

„myplantdrink“

Unter den Finalisten sind auch die Macher des veganen Getränkepulvers „myplantdrink“, ein innovatives Start-up, das Anfang Januar von Lennard Fiedel gegründet wurde. Das Unternehmen stellt Pflanzengetränkepulver für Unverpackt-Läden her.

Das Pulver kann leicht in beliebiger Menge in Wasser gerührt oder einem Shaker geschüttelt werden, woraus der Pflanzendrink entsteht. Vorteile: die lange Haltbarkeit des Pulvers – auch im geöffneten Zustand, die individuelle Dosierung sowie das Vermeiden einer Verpackung. Außerdem werden gegenüber flüssigen Pflanzendrinks über 90 Prozent des Volumens eingespart.

„Löwenanteil“

Von extravaganten Diäten und Low-Carb (kohlenhydratarme Ernährung) halten Thomas Kley (30) und Robin Redelfs (27) nichts. Die Oldenburger setzen mit ihrem kleinen Unternehmen „Löwenanteil“ am Schramperweg auf Ausgewogenheit – gute Kohlenhydrate, Proteine und Fette.

2017 haben sie sich mit ihrem Food-Start-up selbstständig gemacht. Im Angebot haben Kley und Redelfs gesunde Fertigprodukte, darunter ihren Verkaufsschlager Chipotle Chili oder den Berglinseneintopf. Vier Eintöpfe haben sie derzeit im Angebot, eines davon ist vegan. Mit 45 000 Euro Eigenkapital haben sie ihr Unternehmen gegründet. Seit April 2019 ist der Online-Shop am Start. Für dieses Jahr ist ein siebenstelliger Umsatz geplant.

„Glaswerk“

Das Coworking-Projekt „Glaswerk“ von Christian Hoch, Geschäftsführer von Wema Raumkonzepte, ist im Bereich der früheren Glashütte (zuletzt Fitness am Hafen) entstanden – auf 1000 Quadratmetern mit zeitlich befristeten Arbeitsflächen und Treffpunkten zur kreativen Nutzung. Hoch sagt: „Die zunehmende Mietpreis-Dynamik und die Mobilitätsprobleme sind neben dem Netzwerkgedanken und der Flexibilität, die Hauptgründe.“

Neben den Büroräumen gibt es offene Arbeitsplätze, Lounge, Sportraum, Beach Bar, Bibliothek und Stärkungsmöglichkeiten. Teil des Ganzen sind Druck- und Kopierservice, Sekretariat, Veranstaltungen mit Catering, Workshop-Flächen, Ideen- und Kreativwerkstatt. Auch Vereine und Gruppen sollen sich hier einmieten können.

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Hoch sagt: „Flexible und agile Arbeitswelten spielen für Unternehmen, Start Ups, Selbstständige, Freiberufler in der heutigen Zeit eine enorme Rolle. Gleichzeitig müssen und sollten die Räume zeitlich flexibel zu mieten sein, um schnell auf veränderte interne Strukturen oder Marktveränderungen reagieren zu können.“ Das aktuelle Mieternetzwerk aus den Bereichen Software und IT, Versicherung, Handwerk und Industrie wird ergänzt durch Kreative und Künstler, die im Kellerbereich ihre Werkstätten und Produktion installiert haben.

Seit dem 1. Januar ist „das CoWork zu 100 Prozent ausgebucht“, sagt Projektleiter Hoch.

Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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