Oldenburg Lange wurde gesucht, jetzt hat die Stadt einen aussichtsreichen Standort für den Verschenkmarkt gefunden: Am Montagabend wurde im Verwaltungsausschuss über das einzige Angebot beraten, dass der Stadt aktuell vorliegt. Es handelt sich um Räume an der Donnerschweer Straße, die bisher von der Dekra genutzt wurden. „Wir sind zuversichtlich, dass das klappt“, sagte Stadtsprecher Reinhard Schenke.

Der Hamburger Besitzer des Gebäudes wusste bislang nichts von dem Interesse, er will vor allem das obere Stockwerk neu vermieten. Das ist für die Stadt allerdings uninteressant. Sie hat direkt bei der Dekra angefragt, die noch einen längerfristigen Mietvertrag für einen Teil der Prüfhalle und Räume im Untergeschoss und Erdgeschoss hat, die seit dem Umzug an die Wilhelmshavener Heerstraße nicht mehr genutzt werden. Dort könnte der Verschenkmarkt also als Untermieter einziehen.

„Es gibt mehr Räume, es ist nicht bloß eine Halle“, sagte Inka Thole von der Lokalen Agenda 21, die seit 2002 den Verschenkmarkt betreibt. Seit 2004 befand sich dieser in einer Halle an der Rheinstraße, die der Firma Maco gehört. Der Mietvertrag läuft allerdings Ende September 2018 aus. Seitdem gab es mehrere Aufrufe – bislang waren alle vergebens.

An vier Tagen in der Woche ist das Gebäude in Osternburg für jeweils zwei Stunden geöffnet. Etwa 500 Besucher kommen pro Woche. Jeder darf sich fünf Gegenstände pro Tag kostenlos mitnehmen. Eine ähnliche Einrichtung gibt es auch in Donnerschwee – einen guten Kilometer vom bisherigen Dekra-Standort aus entfernt.

Die potenziellen neuen Räume haben der Stadtverwaltung zufolge rund 230 Quadratmeter inklusive Toiletten und Küche. Hinzu kommt die Hälfte der Prüfhalle mit etwa 135 Quadratmetern, die ebenfalls vermietet werden soll. Bislang standen dem Verschenkmarkt etwa 300 Quadratmeter zur Verfügung.

Thole würde gern, sobald der Mietvertrag in Osternburg ausläuft, die neuen Räume beziehen. Doch noch ist nichts in trockenen Tüchern. Die Dekra verwies auf Anfrage auf die Politik. Sei dort eine Entscheidung gefallen, würde weiter gesprochen. Immerhin würden die neuen Räume Stadtsprecher Schenke zufolge mehr kosten als bisher – wie viel genau, wurde nicht kommuniziert. Die erforderlichen Mittel für dieses Jahr könnten aber aus dem Budget des Agenda-Büros gedeckt werden. Für 2019 sollen entsprechende Mittel im Haushalt angemeldet werden.

Robert Otto-Moog Redakteur / Redaktion Oldenburg
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