Oldenburg /Sandkrug Radwege attraktiver machen, damit mehr Berufspendler und Touristen den Pkw gegen ein Fahrrad tauschen – dieses Ziel verfolgt nicht nur die Hatter SPD, auch den stadtoldenburger Sozialdemokraten liegt dieses Thema am Herzen. Und so wollen sie jetzt bei der Verbesserung der Radwege-Verbindung Sandkrug-Oldenburg/Kreyenbrück an einem Strang ziehen.

Am Sonntagvormittag trafen sich Hatter und Oldenburger Genossen im Grenzdreieck Dachsweg/Am Schmeel/Dwaschweg zu einem Ortstermin, um hier über ein gemeinsames Projekt zu sprechen. Der für Pkw gesperrte Dachsweg zwischen Sandkrug und Oldenburger Stadtgrenze wird in der Woche von vielen Pendlern und am Wochenende von zahlreichen Ausflüglern genutzt. Jedoch ist der Radweg in einem schlechten Zustand: zu schmal, zu ausgefahren, zu holprig und zu dunkel am Abend.

„Ich fahre seit 23 Jahren auf diesem Weg zur Arbeit und habe erst zweimal erlebt, dass an diesem Weg etwas gemacht wurde“, schilderte Helmut Burghardt aus Sandkrug seine Erfahrung. Zudem sei der Begegnungsverkehr auf dem schmalen Weg „eine Katastrophe“.

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„Wir wollen den Weg auf keinen Fall für den Pkw-Verkehr öffnen lassen, wie es die CDU gefordert hat“, machten Hattens SPD-Fraktionsvorsitzender Uwe Hollmann und Ortsvereinsvorsitzender Gerrit Edelmann deutlich. Der landwirtschaftliche Verkehr solle aber weiterhin möglich bleiben.

Welchen Streckenverlauf der Fahrradweg dann über die Stadtgrenze hinaus nehmen sollte, darüber will sich die Oldenburger Stadt-SPD noch Gedanken machen: Möglich ist die direkte Verlängerung über die Straße „Am Schmeel“ oder mit einem Versatz über den Bahnübergang am Sprungweg zum schräg gegenüber liegenden Dwaschweg.

„Pläne haben wir noch keine, nur Ideen“, sagten Wolfgang Weinert und Udo Herreilers von der Arbeitsgruppe Verkehr der SPD Stadt Oldenburg. Sowohl die eine als auch die andere Strecke auf Stadtgebiet müsste optimiert und für den Fahrradverkehr attraktiver gemacht werden.

Matthias Grüßing aus Streekermoor fährt über Dachsweg und Am Schmeel täglich zu seiner Arbeitsstelle am Klinikum Oldenburg in Kreyenbrück: „Mit meinem E-Bike brauche ich nur 20 Minuten bis zur Arbeit.“ Den Dachsweg hält er nicht nur wegen der vielen Baumwurzeln, die den Belag uneben machen, für gefährlich: „Im Winter bildet sich eine vereiste Spurrille, auf der man sich kaum begegnen kann.“

Die Hatter SPD will nun den Anfang machen, und an ihre Gemeinde einen Antrag auf Ausbau und Sanierung des Radweges auf den Weg bringen. SPD-Kreistags- und Landtagsabgeordneter Axel Brammer regte an, dass beide Kommunen gemeinsam Signale setzen sollten: „Dann hätte man auch mehr Chance auf Gelder aus Fördertöpfen.“

Als längerfristiges Ziel schwebt den Sozialdemokraten diesseits und jenseits der Stadtgrenze vor, eine gut ausgebaute Radwegeverbindung Sandkrug-Oldenburg nach Südosten über Kirchhatten nach Wildeshausen zu verlängern sowie nordöstlich bis nach Bad Zwischenahn.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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