Oldenburg Was lange währt, wird endlich gut, könnte man über die Erweiterung des Tierheims Oldenburg sagen. Am Freitagmittag feierten Mitarbeiter, Handwerker und Vertreter der Stadt Oldenburg das Richtfest des Anbaus, in dem unter anderem Sozialräume entstehen sollen.

Lange hat es von den ersten Überlegungen zur Erweiterung vor rund vier Jahren bis zum Baubeginn im Herbst des vergangenen Jahres gedauert. „Vor sechs Wochen haben wir die Bodenplatte gegossen, und jetzt feiern wir schon Richtfest“, freute sich Jürgen Fraatz, Vorsitzender der Trägergesellschaft des Tierheims, der sich bei Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler (SPD) für die Unterstützung der Stadt bedankte. „Wenn das so weitergeht, dauert es nicht mehr lange, bis alles fertig ist.“ Der anvisierte Termin für die Fertigstellung sei der Herbst 2018.

Mit dem Aufsetzen der bunt geschmückten Richtkrone beschloss Jens Tapken, technischer Bauleiter, die Fertigstellung des Rohbaus. Die Mitarbeiter des Tierheims freuen sich über die guten Fortschritte auf der Baustelle.

Zahl der Tiere steigt

„In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der von uns zu betreuenden Tiere rasant gewachsen“, berichtete Dominic Köppen, Leiter des Tierheims. Nach und nach hätten deshalb die vorhandenen Sozialräume neuen Quarantänestationen weichen müssen. Die seien nötig, um die Tiere weiterhin nach Tierschutzrichtlinien unterzubringen.

„Den Startschuss zum Ausbau haben wir auf der Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereins beschlossen, nachdem wir eine Erbschaft antreten konnten“, teilte Köppen mit. Finanziert werde das Bauvorhaben auch von der Stadt Oldenburg mit 38 000 Euro, dem Tierschutzverein, der 90 000 Euro beisteuert, sowie durch diverse Spenden, die das Tierheim erhalten hat.

Durch die geplante Fertigstellung im Herbst hätten die Mitarbeiter wieder die Möglichkeit, ihre Pausen im Warmen und Trockenen zu verbringen. Denn aktuell verbringen sie diese draußen – auch bei Minusgraden.

In dem Anbau sollen nach der Fertigstellung eine große Mitarbeiterküche, ein großer Mehrzweckraum, Umkleiden und behindertengerechte Sanitäranlagen entstehen. „Den Mehrzweckraum werden wir zum Beispiel für die Tiervermittlungen nutzen“, erläutert Köppen. Rund 20 bis 30 Vermittlungen würden durchschnittlich an jedem Wochenende abgewickelt. „Dafür brauchen wir Platz“, sagte der Leiter des Tierheims weiter. Denkbar sei auch die Nutzung als Aufenthalts-, Veranstaltungs- oder Seminarraum.

Platz im Haupthaus

Auch die Tiere werden vom Anbau profitieren. „Durch die neuen Räume gewinnen wir Platz im Innenbereich des Haupthauses“, berichtete Köppen. In einem zweiten Schritt soll hier der Quarantänebereich erweitert und optimiert werden, so dass der laufende Betrieb an die Anzahl der zu erwartenden Tiere angepasst werden kann.

„Die Räume müssen ausgebaut werden, damit wir Neuankömmlinge und kranke Tiere von den anderen isolieren können“, erklärt Daniela Meyer (29). Die Tierpflegerin arbeitet seit fünf Jahren im Tierheim und ist froh, dass der Ausbau bald fertig ist. „Bis zu unserem Sommerfest im August wird es wohl nicht klappen, aber das ist auch nicht weiter schlimm.“

Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
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