Oldenburg Ob Kartoffelschalen, Salat oder Reste vom verwelkten Blumenstrauß: Im Haushalt fällt so einiges an organischem Abfall an. Oft landet dieser direkt im Restmüll oder der Griff wandert zur Biokunststoff-Mülltüte. Doch diese hält ihr ökologisches Versprechen nicht: „Kompostierbares Plastik verrottet zu langsam – und dazu noch nicht einmal vollständig. Die biologisch abbaubaren Plastiktüten gehören nicht in die Grüne Tonne“, sagt der Betriebsleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs Volker Schneider-Kühn.

Immer mehr Plastik landet heutzutage in der Biotonne. Die Herstellung vom sauberen Kompost wird damit erheblich erschwert. Der Verbrauchermarkt aktiv & irma hat eine Kooperation mit dem AWB gestartet und bietet seinen Kunden die umweltfreundliche Alternative zur Plastiktüte an.

Nachhaltiger Helfer

„Als wir von der ökologischen Papiertüte gehört haben, war schnell klar, dass wir sie unseren Kunden anbieten möchten“, sagt Angelika Wosnitza, zuständig in der Warenwirtschaft und Drogerie von aktiv & irma. „Schon oft haben wir nach guten Möglichkeiten Ausschau gehalten, den Bioabfall umweltfreundlich im Küchenmülleimer sammeln zu können“, ergänzt Wosnitza. „Wir sind auf den AWB zugegangen. Entstanden ist eine tolle Zusammenarbeit, auf die wir stolz sind. In unseren Märkten können wir den Bürgern eine umweltfreundliche Möglichkeit zur Müllentsorgung anbieten“, sagt Günter Walter, Geschäftsführer von aktiv & irma. In den acht Märkten werden die Tüten im Zehnerpack für 1,10 Euro angeboten.

Ausgabestellen

Auch hier gibt es die Tüten: Abfallwirtschaftsbetrieb, Wehdestraße 70; Wertstoffannahmestelle Neuenwege, Barkenweg 6; Wertstoffannahmestelle Langenweg, Felix-Wankel-Straße 7; Bürgerbüro Mitte, Pferdemarkt 14; Bürgerbüro Nord, Stiller Weg 10; Verkaufsstellen von aktiv & irma

Die Verwendung von Bioplastikbeuteln wird derzeit noch geduldet, allerdings ist eine Satzungsänderung zum Verbot in Vorbereitung. Die Änderung soll zum 1. Januar 2020 in Kraft treten.

Abhilfe schafft aktuell die Biomüll-Tüte aus Papier. „Die grundlegende Idee kam von der Stadtreinigung Hamburg. Der nachhaltige Helfer für die saubere und plastikfreie Biotonne hat uns so begeistert, dass wir ihn auch nach Oldenburg holen mussten“, erinnert sich Volker Schneider-Kühn.

Das steckt in der Tüte

Die Mülltüte setzt sich beim Sammeln von Bioabfällen durch: Rund 70.000 Stück hat der Abfallwirtschaftsbetrieb seit März ausgegeben. 65.000 Stück wurden für die Verbrauchermarktkette geordert.

„Die Papiertüte ist zu 100 Prozent kompostierbar und mit einer wasserabweisenden Wachsbeschichtung versehen. Das Austreten von Flüssigkeit wird so verhindert. Die Tüte erfüllt die Anforderungen der Kompostierungsanlage. Sie ist innerhalb von drei Wochen rückstandsfrei zersetzt“, zeigt sich Schneider-Kühn zufrieden.

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