Oldenburg Seit Monaten laufen die Bauarbeiten an der Ofener Straße. „Bis Ende des Jahres sollen der Rad- und Gehweg fertig sein“, kündigt die Stadtverwaltung an. Ausnahme: Die geplante neue Pflasterung an den Seitenstraßen Zeughausstraße, Westerstraße und Franz-Poppe-Straße lässt auf sich warten. Diese Straßen werden zur Zeit als Umleitung für die teilgesperrte Auguststraße benötigt.

Die Stadt baut den Radweg an der Ofener Straße auf der kompletten Strecke auf 1,60 m Breite aus. Durch Grunderwerb, der erst nach Beginn der Bauarbeiten möglich war, werden zwei Engstellen beseitigt: Zum einen werden Parkplätze vor Haus Nr. 39 erhalten; zudem wird der Gehweg auf zwei Meter verbreitert.

Vor Haus Nr. 30 ermöglicht der Grunderwerb zum anderen, bislang nicht eingeplante Parkplätze. Zusätzlich kann der Radweg auch an dieser Stelle auf 1,60 m verbreitert werden. Der Gehweg wächst von 1,80 auf 2,60 m. Positive Nachricht für Autofahrer: Dank des Grunderwerbs steht nach Abschluss des Fuß- und Radwegeausbaus nur ein einziger Stellplatz an der Ofener Straße weniger zur Verfügung als davor.

Der Preis für die Beseitigung der beiden Engstellen ist der Wegfall von fünf Bäumen. Vor Haus Nr. 39 sollen ein Ahorn und eine mehrstämmige Linde fallen. Vor Haus 30 sind zwei Robinien betroffen, vor Haus 38 eine Birke. Aus Sicht der Grünen ist der Wegfall vertretbar. Die Lösung sei in der Abwägung sinnvoller, hatte Sebastian Beer (Grüne) in der jüngsten Verkehrsausschusssitzung erklärt.

Als Ersatzpflanzungen in dem Bereich seien nicht möglich, teilt die Stadtverwaltung mit. Anstelle der Ersatzbäume – erforderlich sind 23 Ersatzbäume mit einem Stammumfang 16/18 cm bzw. 12 Bäume mit Stammumfang 30/35 cm – werden 17 250 Euro gezahlt. Die neuen Bäume würden an anderer Stelle gepflanzt.

Brücke erreichbar

Weitgehend fertiggestellt ist der Bereich am Westkreuz. Schlechte Nachricht für Autofahrer: Hier wurde der Radweg auf Kosten der Fahrbahn verbreitert. Zwischen Haus 51 und der Einmündung Franz-Poppe-Straße fallen von der bisher rund 7,65 m breiten Fahrbahn 90 cm weg.

Die Stadt begründet die Reduzierung der Fahrbahnbreite mit der Notwendigkeit, den Radweg auf der Südseite der Ofener Straße auszubauen. Zwischen der Einmündung Prinzessinweg und der Haaren-Brücke haben Radfahrer nun 1,60 cm Platz.

Nicht breiter als 1,60 m

Nicht aufgreifen will die Stadt den Vorschlag des Radfahrclubs ADFC, den neuen Radweg an der Ofener Straße dort, wo es möglich ist, breiter als 1,60 m anzulegen. Verkehrsamtsleiter Bernd Müller wendet ein, wechselnde Breiten seien „kein Gewinn“.

Christoph Kiefer
Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg

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