Oldenburg Was für ein Empfang: Mit Shantychor, kleinen Geschenken und persönlicher Begrüßung durch den Oberbürgermeister werden wohl selten Touristen in einer Stadt willkommen geheißen. Der feierliche Rahmen hatte aber einen besonderen Hintergrund: Am Alten Stadthafen, auf Höhe des Arbeitsamts, ist am Donnerstag der neue Schiffsanleger in Betrieb genommen worden.

Das erste Schiff, das dort festmachte, war die „Frederic Chopin“ mit rund 80 Fahrgästen und 20 Besatzungsmitgliedern. Auf seiner Route von Berlin nach Amsterdam legte es einen mehrstündigen Stopp in Oldenburg ein. Die Fahrgäste wurden direkt von zwei Stadtführern in Empfang genommen und den kurzen Weg an der Staupromenade entlang zur Innenstadt geleitet. Silke Fennemann, Chefin der Oldenburg Tourismus und Marketing, wird die Entwicklung im Segment Flusskreuzfahrten genau beobachten und hat bereits einige passende Ideen im Kopf.

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Pro: Potenzial nutzen

„Oldenburg ist eine Hafenstadt, das war nur leider etwas in Vergessenheit geraten“, sagte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Zuletzt registrierte der städtischen Hafenbetrieb rund 30 Fahrgastschiffe jährlich. Am neuen Anleger werden bis Jahresende noch 22 Schiffe erwartet, für 2020 rechnet Betriebsleiter Christian Behrendt mit 40 Anlegemanövern. Weiterhin gab es vor dem Bau bereits Interessensbekundungen, möglicherweise einen regelmäßigen Ausflugsbetrieb zwischen Oldenburg und Bremen zu etablieren.

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Contra: Unnütz und teuer

Um dafür die Infrastruktur zu schaffen, hat die Stadt rund 800 000 Euro in die Hand genommen. Errichtet wurde ein schwimmender Ponton, der dadurch unabhängig von der Tide stets dieselbe Einstiegshöhe für die Schiffe gewährleistet. Die Rampe hinauf zur Kaimauer ist beweglich und passt sich automatisch an. Der Boden besteht aus rutschhemmendem Material. Bis Oktober wird zudem noch eine fahrbare Plattform (ähnlich wie ein Treppenlift) nachgerüstet, um auch Menschen mit Einschränkungen den Aufstieg zu ermöglichen.

Die Schiffe haben während der Liegezeit die Möglichkeit, den Landstromanschluss mit Ökostrom zu nutzen. Die Dieselmotoren müssen in dem Fall nicht weiter laufen.

Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
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