Oldenburg Der milde Winter macht sich auch bei den Imkern bemerkbar: „Wenn es früher warm wird“, sagt Renate Czichy, stellvertretende Vorsitzende des Imkervereins „dann legen auch die Bienen eher los“. Auf Einladung des Vereins sind am Sonntag 350 Imkerinne und Imker zum Imkertag in der IGS Flötenteich zusammengekommen.

Mit besonderem Elan waren die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Dietrichsfeld dabei, die ihre Bienen AG vorstellten. Marlin, Ilham, Lilith und Hannah sind perfekt ausgestattet: Die Drittklässlerinnen tragen weiße Overalls mit dem typischen Netz, um den Kopf zu schützen. In ihrer Bienen AG beschäftigen sich die Drittklässlerinnen mit den Tieren: „Wir messen jeden Tag die Temperatur und gucken, wie viel es geregnet hat“, erklärt Marlin (8). Und Hannah weiß, dass die Bienen jetzt schon nach Pollen suchen, wenn es warm genug – also wärmer als zehn Grad ist: „Sie finden jetzt zum Beispiel schon Haselnuss“, sagt die Achtjährige. Das bestätigt auch Sabine Nier vom Imkerverein: Schneeglöckchen, Krokusse und eben Haselnuss liefern jetzt schon Pollen. „Ein Problem wäre nur, wenn es jetzt noch mal kalt würde und die Bienen dann nicht mehr fliegen können“, sagt Renate Czichy, „und sie noch nicht genug Vorräte angelegt haben“.

Um die Bienen dabei zu unterstützen, können passende Pflanzen in den Garten oder Balkonkasten gebracht werden: „Für den Balkon eigenen sich etwa Kräuter, aber auch Blumen wie Steinquendel oder Heidegünsel“, sagt Nier. Sämtliche Pflanzen waren am Sonntag in der IGS Flötenteich beim 40. Imkertag zu haben. Wer ein bisschen mehr Platz hat, konnte sich mit Bienenbaum oder Mandelweide eindecken, die Imker Michael Thien aus dem Emsland im Angebot hatte: „Die blühen, wenn es sonst nicht so viel gibt. So dass auch die Randzeiten oder der Hochsommer gut abgedeckt sind.“

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Mit Gläsern voll Honig war Labeeb Al Chammas angereist. Seine Tiere decken verschiedene Bereiche der Stadt ab: Der Sommertrachthonig kommt aus Wechloy, der Frühtracht-honig aus dem Ziegelhofviertel und der Oldenburger Honig stammt aus Bloherfelde. Dabei schmeckt der Honig nicht nur gut, sondern kann auch Allergikern das Leben ein bisschen leichter machen: „In jedem Honig sind ein bisschen Pollen drin. Durch den Kontakt mit einer geringen Menge kann sich der Körper daran gewöhnen“. Wer also unter Allergien leidet, könnte sie durch Honig aus dem direkten Umfeld abmildern.

Wer sich weiter informieren wollte, war beim Vortragsprogramm gut aufgehoben. Zum Beispiel zum Thema „heimische Gehölze“ oder „Qualitätsmanagement im Bienenvolk“.

Mareike Weberink Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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