Oldenburg Gute Nachrichten aus dem Rehazentrum: Die Noroviren-Infektion ist unter Kontrolle. Wie Dr. Jörg Herrmann, Direktor vom Institut für Krankenhaushygiene in Oldenburg, mitteilt, habe es keine Neuinfektionen in der Klinik gegeben.

„Unsere Maßnahmen sind erfolgreich. Das Virus hat sich nicht ausgebreitet“, berichtete der Arzt im Gespräch mit der NWZ am Mittwochnachmittag. Betroffen ist derzeit die Geriatrie-Station in einem separaten Gebäude der Klinik, für die ein Aufnahmestopp ausgesprochen wurde (NWZ-Bericht vom 5. Februar). Hier hatten sich insgesamt zehn Personen (sieben Patienten und drei Mitarbeiter) mit dem hochansteckenden Virus infiziert.

Geriatrie ist zurzeit geschlossener Bereich

Eine Gefahr für die restlichen Patienten im Rehazentrum bestehe nicht, betonte Dr. Herrmann. „Die Geriatrie ist zurzeit ein geschlossener Bereich. Wer sich in anderen Bereichen des Rehazentrums aufhält, muss sich keine Sorgen machen.“

Das Infektionsrisiko sei dort genau so hoch wie an anderen Orten auch. „Wir befinden uns momentan in der Noroviren-Saison. Da gibt es immer wieder Fälle, das ist aber nichts Ungewöhnliches“, betont der Mediziner.

„Wir haben viele Anfragen von Patienten bekommen, die sich nicht sicher sind, ob sie ihre Behandlung bei uns antreten können“, berichtet Karin Vogel, Leiterin des Rehazentrums. Es bestehe keine Gefahr, so die Leiterin. „Niemand muss sich Sorgen machen. Unsere Maßnahmen haben schnell gegriffen, das Virus wird durch die Isolation der betroffenen Patienten dort gehalten, wo es ist“, betont Vogel.

So funktioniert die Isolation

Damit es zu keiner weiteren Ausbreitung kommt, sind verschiedene Maßnahmen ergriffen worden. „Dazu zählt auch, die Isolation der Patienten, um eine direkte Übertragung zu verhindern“, so Dr. Herrmann. „Das heißt, dass diese Patienten ein Zimmer mit eigener Nasszelle bekommen und gebeten werden, dieses Zimmer nicht zu verlassen.“ Die Isolation werde aufrecht erhalten, bis der betroffene Patient keine Symptome mehr zeige plus 48 Stunden.

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Zudem sei die Desinfektion auf der Geriatrie-Station intensiviert worden. „Die Konzentration des eingesetzten Desinfektionsmittels zur Reinigung wurde verdoppelt, und zur Handdesinfektion wird jetzt ein Mittel benutzt, das besonders gut gegen Noroviren wirkt“, erklärt Dr. Herrmann weiter. Zudem müssten Besucher Handschuhe, Kittel und Mundschutz anlegen.

„Die Infektion mit Noroviren ist grundsätzlich nicht lebensgefährlich, kann aber sehr unangenehm werden, weil man starken Durchfall bekommt und sich häufig erbrechen muss“, berichtet Dr. Herrmann. Zum Tod führe eine Infektion lediglich bei stark geschwächten Patienten.

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Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg
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