Oldenburg Das Jahr nähert sich seinem buchstäblich explosiven Höhepunkt: Ab heute startet der Verkauf von Silvesterfeuerwerken. Damit das neue Jahr laut, aber friedlich und vor allem schadlos begrüßt werden kann, mahnt die Stadt zur Rücksicht und zur Einhaltung der geltenden Sicherheitsbestimmungen.

Wo darf ich keine Feuerwerke zünden?

In der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern sind Feuerwerke verboten. Es gilt für diese Gebäude jeweils ein Mindestabstand von 200 Metern.

Ist Knallen in der Innenstadt etwa auch verboten?

In den vergangenen Tagen haben viele Kommunen in Niedersachsen weitere Zonen, etwa Innenstadtbereiche ausgewiesen, in denen nicht geknallt werden darf. Das sei in Oldenburg nicht der Fall, erklärt Stadtsprecher Stephan Onnen. Aber die Stadt ergreift andere Sicherheitsmaßnahmen: Rund 150 Parkscheinautomaten werden ab Freitag durch Aluminium-Platten gesichert. „Es gibt ja Leute, die in jeden Schlitz oder Schacht einen Knaller stecken müssen“, erklärt Onnen. Dem beugt die Stadt vor. Angenehmer Nebeneffekt für die Oldenburger: Sie sparen am Freitag und Samstag Parkgebühren und brauchen nur ihre Parkscheibe in die Windschutzscheibe zu legen.

Welche Strafen drohen bei Verstößen?

Wer sich nicht an die Regeln hält, kann ein Bußgeld von 70 Euro aufgebrummt bekommen. „Das gilt für die vermeintlich kleinen Dinge wie Knaller im Briefkasten“, betont Onnen. „Bei Gefahren für Leib und Leben, etwa in der Nähe eines Reetdachhauses oder wenn man mit Raketen auf Personen zielt, können das auch 50.000 Euro werden. Wenn dann tatsächlich etwas passiert, kommen noch ganz andere Dimensionen hinzu.“

Ich habe Böller ohne CE-Zeichen, ist das schlimm?

Ebenso teuer wird es, wenn man mit illegal eingeführten Feuerwerkskörpern aus Osteuropa, auch „Polen-Böller“ genannt, herumhantiert. Einfuhr und Benutzung oft billig mit Industriesprengstoff zusammengesetzte Böller verstoßen gegen das Sprengstoffgesetz und ziehen ein Strafverfahren, möglicherweise Haft nach sich. Wer Glück hat, trauert dort nur um sein Geld und nicht auch um verlorene Gliedmaßen. Denn selbst bei „richtiger“ Anwendung können die illegalen Feuerwerkskörper zu schweren Verletzungen führen. Die Polizei rät deshalb dringend, nur zugelassene Knaller mit Registriernummer und CE-Zeichen von autorisierten Händlern und nicht irgendwo aus dem Internet zu kaufen.

Von wann bis wann darf ich überhaupt knallen?

Das Zünden von Feuerwerkskörpern ist ausschließlich vom Silvesterabend bis Neujahrsmorgen erlaubt. Für einige komme auch dieser Hinweis wohl schon zu spät, wie Wolfgang Koch aus der Kennedystraße zu berichten weiß: „Am Heiligabend ab 18 Uhr wurde hier herumgeknallt“, ärgert sich Koch. „Am 1. Weihnachtstag ging es am Nachmittag weiter. Als nach mehreren Anrufen die Polizei rauskam, war mal Ruhe – für kurze Zeit.“ Koch versteht, dass es schwierig sei, solchen plötzlich auftretenden Böller-Rowdies habhaft zu werden. Trotzdem wünsche er sich in solchen Fällen mehr Polizeipräsenz.

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Von wo sehe ich das Feuerwerk am besten?

Besonders gut lässt sich das Feuerwerk vom Utkiek im Stadtteilpark Osternburg beobachten. Viele Oldenburger schätzen auch den Fußgängerweg der Huntebrücke als Aussichtspunkt.

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