Oldenburg 35,3 Grad. Das ist der Hitzerekord für Oldenburg, erstmals erreicht am 4. Juni 2015, danach am 7. August 2018 noch ein weiteres Mal. Allerdings sind diese Zahlen nur inoffiziell zu verstehen, weil die Temperaturfühler des federführenden „Wetterkontors“ tatsächlich A) im 30 Kilometer entfernt gelegenen Friesoythe angebracht sind und B) die Station zumindest bei derartigen Messwerten doch nicht immer ganz zuverlässig erscheint. Sei’s drum – Werte jenseits der 30 Grad sind hier freilich keine Seltenheit mehr.

Schon in diesem Jahr, am 2. Juni, wurde besagte Marke überschritten, auch in den neun Vorjahren gab es immer wieder mal mehr oder minder starke Ausreißer nach oben. Immer über 30 Grad, seltener aber jenseits der magischen 33. Dazu zählt dann sicher auch noch der 2. August 2013 mit ausgewiesenen 34,4 Grad. Das Wissen um bislang gemeisterte hohe Temperaturen mag dem Einzelnen aber nicht weiterhelfen, der Masse schon gar nicht – flugs werden nach meteorologischer Androhung in steter Regelmäßigkeit die Wasserbestände in den Geschäften schlagartig geleert.

Wie es aktuell aussieht, da ja in diesen Tagen bereits mit Temperaturen um die 40 Grad gedroht wurde? „Wenn, dann könnten Höchstwerte nur an diesem Dienstag erreicht werden“, sagt Diplom-Meteorologe Jürgen Schmidt (Wetterkontor), „am Mittwoch wird es von Norden her schon wieder kühler“.

Gefühlt wie 36, prognostiziert aber mit lediglich 33 Grad – so schickt es das Portal „Wetter.com“ für Oldenburg voraus. Tags drauf sollen es dann nur noch 27 Grad sein – so viel dann wohl zum Thema „Hitzerekord“ am Mittwoch. Vorkehrungen für Kopf wie Körper zu treffen, ist allemal richtig und wichtig, Panikmache aber unbegründet. „Bis jetzt haben wir noch keinen großen Unterschied bemerkt“, sagt Stefan Thate, Leiter des hiesigen Rettungsdienstes, am Montagnachmittag zum Einsatzaufkommen. Mit Blick auf frühere Hitzewellen scheint dies ohnehin nicht allzu massiv: „Es gibt kein Massenphänomen, Veränderungen sind dezent.“ Betroffen seien vor allem jene Menschen, „die in ihrer Kreislaufsituation ohnehin schon eingeschränkt sind und nun größere Lasten ertragen müssen“, so Thate.

Nach den Erfahrungen der Vorjahre, als es angesichts massiver Hitzeentwicklungen zu Hamsterkäufen von Ventilatoren und mobilen Klimageräten kam, sind hiesige Händler nun aber offenbar vorbereitet. Sowohl Oldenburger Baumärkte (Obi, Globus, Hornbach, Toom) als auch Elektrounternehmen (Expert, Saturn) sind trotz zuletzt deutlich gestiegener Verkäufe zumindest in Sachen Ventilation noch halbwegs gut bestückt, ergab die NWZ-Umfrage. Bei den Klimageräten aber wurde es zum Montagabend richtig eng. Wer den Dienstag also gut gekühlt überstehen will, sollte früh aufstehen ...

Marc Geschonke Redakteur / Redaktion Oldenburg
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