Oldenburg /Hannover In der Oldenburger Politik gibt es Wünsche für eine Aufstockung der städtischen Anteile am Wohnungsbauunternehmen GSG. Der Vorsitzende des CDU-Stadtverbands, Christoph Baak, sprach sich für eine „GSG in städtischer Hand“ aus. Der Verkauf der Anteile sei „ein Riesenfehler“ gewesen, sagte Baak beim Kreisparteitag am Dienstag. „Je größer der Einfluss der Stadt auf die GSG ist, desto besser ist das für Oldenburg.“ „Wenn wir die Mehrheit in städtische Hand bekämen, wäre das klasse“, sagte Baak, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion.

Bereits am Rande des Parteitags des SPD-Unterbezirks Ende April waren Forderungen nach einer Rückgabe der GSG-Anteile der NordLB an die Stadt laut geworden. In einem Brief an die Parteimitglieder war die Sorge geäußert worden, neue Geldgeber für die NordLB könnten eine „Verschleuderung“ der GSG-Anteile zulassen. Der SPD-Parteitag sprach sich dafür aus, die Stadt dürfe weder bei der EWE noch der GSG einen Verkauf von Anteilen an Investoren zulassen.

Die NordLB erklärte am Mittwoch, das 22,22-Anteilspaket stehe nicht zum Verkauf. „Es gibt keine entsprechenden Pläne oder Überlegungen“, sagte eine Sprecherin der NWZ auf Nachfrage. „Es bleibt alles wie es ist.“ Angesprochen auf die neue Struktur der NordLB – die Sparkassen sollen als Gesellschafter einsteigen – sagte die Sprecherin, die Entwicklung sei nicht absehbar. „Was in vier oder fünf Jahren sein wird, lässt sich nicht vorhersagen.“

Die GSG wurde 1921 als Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft Oldenburg zur Bekämpfung der Wohnungsnot gegründet. Heute verwaltet die GSG mehr als 9000 Wohnungen. Anders als immer wieder dargestellt, ist die GSG kein städtisches Unternehmen. Die Stadt Oldenburg hält 34,5 Prozent der Anteile. Weitere Gesellschafter sind die LzO und die NordLB (je 22,22 Prozent), 11,7 Prozent hält die Deutsche Rentenversicherung und 9,36 Prozent der Landkreis Oldenburg. Die Stadt Oldenburg erhielt im vergangenen Jahr für ihre Anteile 380 000 Euro.

Der 22,22-Prozent-Anteil der NordLB war durch die Integration der Bremer Landesbank zur NordLB gekommen. Die Neustrukturierung der NordLB hatte Spekulationen befeuert, ob das Geldinstitut noch an den 1954 übernommenen GSG-Anteilen interessiert ist. Unter dem damaligen OB Dietmar Schützt war in Zeiten knapper städtischer Kassen Anfang der 2000er-Jahre eine Reduzierung städtischer GSG-Anteile erwogen, aber verworfen worden.

Mieten oder kaufen, Wohnung oder Haus, Gewerbe oder Grundstück?

NWZ-Immo.de
Mieten oder kaufen, Wohnung oder Haus, Gewerbe oder Grundstück?

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

NWZONLINE-NEWSLETTER

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten.
Meine E-Mail wird nur zu diesem Zweck verwendet.
Einwilligung jederzeit wider­rufbar, Abmeldelink in jeder E-Mail. Die Datenschutz­erklärung habe ich zur Kenntnis genommen.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.