Oldenburg Den ganzen Sommer über war die Cäcilienbrücke für Autofahrer gesperrt. Fußgänger und vor allem Radfahrer konnten das hochgefahrene Brückenteil nur sehr umständlich über Rampen betreten. Alles nur, weil die Behelfsbrücke erst für nächstes Jahr eingeplant ist. Nun sollen die Vorarbeiten für den Bau beginnen.

Die alte Cäcilienbrücke ist zwar seit Anfang Oktober erst einmal wieder in Betrieb. Doch im kommenden Jahr wird sie endgültig außer Dienst gestellt. Das mittlere Brückenelement wird dann ausgehoben, um der Schifffahrt ein Hindernis aus dem Weg zu räumen. Damit Fußgänger und Radfahrer in dem Bereich weiterhin den Küstenkanal passieren können, wird das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Weser-Jade-Nordsee südlich der Cäcilienbrücke eine Behelfsbrücke bauen.

So sieht der Plan aus: Südlich der Cäcilienbrücke soll der Ersatzbau errichtet werden.

Dafür beginnen nun die Vorarbeiten. Wie das WSA am Freitag mitteilte, werden ab Montag die Brücken- und Rampenfundamente der Behelfsbrücke auf der Uferseite des Westfalendamms abgesteckt. Anschließend werden die vorgesehenen Fundamentflächen auf Kampfmitteln untersucht. Hierzu wurden bereits zum Ende dieser Woche Gehölze und Sträucher von den Baustellenflächen entfernt. Die Arbeiten auf der Uferseite der Hermann-Ehlers-Straße werden laut WSA erst zu einem späteren Zeitpunkt beginnen.

In Abstimmung mit dem Amt für Verkehr und Straßenbau der Stadt Oldenburg sollen die Arbeiten unter möglichst geringer Beeinträchtigung des Fußgänger-, Radfahrer- und Kfz-Verkehrs durchgeführt werden, heißt es. Dennoch könne es nicht vermieden werden, dass für den Zeitraum der Maßnahmen der Geh- und Radweg am Westfalendamm auf der Uferseite von der Cäcilienbrücke bis zur Friedrich-Rüder-Straße gesperrt werden muss. Radfahrer und Fußgänger sollen mit einer Baustellenampel auf die andere Seite geleitet werden, heißt es von der Stadt.

Die Inbetriebnahme der Behelfsbrücke ist für das erste Quartal 2020 geplant. Sie ist 48,5 Meter lang, sechs Meter breit und bietet dieselbe Durchfahrtshöhe für Schiffe wie die Amalienbrücke. Auf beiden Seiten des Kanals werden 90 Meter lange und drei Meter breite Rampen den Zugang zur Brücke für Radfahrer und Menschen mit Beeinträchtigungen sicherstellen.

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Grund für die Arbeiten ist, dass die 1927 erbaute Cäcilienbrücke marode ist und abgerissen werden muss. Sie soll durch eine Hubbrücke gleicher Bauweise ersetzt werden. Kritiker bemängelten, dass die Behelfsbrücke nicht schon zur ersten Schließung der Cäcilienbrücke im Sommer fertig war, obwohl sie einsatzbereit in Nordrhein-Westfalen eingelagert ist. Das WSA berief sich darauf, den Planungsprozess so weit wie möglich beschleunigt zu haben.

Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
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