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Oldenburg Die Beratungsstelle Rose 12 hat am Mittwoch ihren Jahresbericht vorgelegt und an ihren Umzug nach Eversten erinnert. Neue Adresse wird Am Schießstand 34. Der Umzug soll Ende des Jahres, spätestens aber 2020, in Angriff genommen werden.

Das Café CaRo hingegen, über das der Einstieg in eine niedrigschwellige Beratung erfolgen soll, wird vergrößert, da es die frei werdenden Räumlichkeiten in der Alexanderstraße 17 übernimmt. Unter anderem wird es dort künftig eine Küche geben, in der regelmäßig Mittagessen angeboten wird. Zusätzlich werden die Angebote zur Überlebenssicherung verbessert. So kann man zum Beispiel gebrauchte Spritzen hier gegen neue austauschen.

„Dieser Umtausch ist zwar durchaus kostspielig, aber es lohnt sich, da gebrauchte Spritzen so für Konsumenten einen Wert bekommen und diese seltener auf öffentlichen Flächen wie Parks oder Friedhöfen landen“, erklärt Sabine Schultz, Leiterin der Rose 12. Außerdem sei der neue Innenhof ein guter Aufenthaltsort für die Klienten, da es oftmals Beschwerden gegeben habe, wenn diese sich an der Straße aufhielten.

Für 2021 sind zudem Konsumräumlichkeiten in Planung, damit Drogenkonsum aus der Öffentlichkeit herausgehalten wird und hygienische Bedingungen für Konsumenten verbessert werden. Die Diskussion zu diesem Projekt sei im Gange.

Die Anzahl der Drogenkonsumenten habe sich insgesamt nicht groß verändert. Zwar stieg die Klientenzahl von 863 (2017) auf 1265 (2018). Dies läge aber daran, dass man erstmals alle Einmalkontakte systematisch gezählt habe, die vorher nicht berücksichtigt wurden.

Cannabis ist, neben den Opioiden, weiterhin die am weitesten verbreitete Droge. Gerade Cannabis würde, auch durch die Legalisierungsdebatte, von vielen Jugendlichen als ungefährlich eingestuft. „Deswegen haben wir auch 2018 in hohem Maß auf Prävention an Schulen gesetzt sowie auf Fortbildungen für Lehrer und Betriebe“, berichtet Schultz. Durch die vielen Debatten zur Entkriminalisierung sei vielen außerdem gar nicht klar, dass Cannabis immer noch eine verbotene Substanz sei. Bei insgesamt 69 Präventions-, Informations- und Fortbildungsveranstaltungen wurden so rund 890 Jugendliche und 190 Erwachsene erreicht.

Statistischer Überblick 2018

Betroffene (Einmalkontakte) : 285

Betroffene (längerfristige Beratung): 679

Angehörige (Einmalkontakte): 239

Angehörige (längerfristige Beratung): 62

Sucht- und Drogenberatungen: 423

Psychosoziale Begleitungen bei Substitution: 206

Ambulante medizinische Rehabilitationen: 32

Medizinisch-psychologische Beratungen: 12

NWZonline.de/gesundheit
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