Oldenburg Das Protokoll von Tanja Wachter und Manfred Gerjets umfasst inzwischen zweieinhalb DIN-A4-Seiten. Alle Telefonate, Technikerbesuche, vergebliche Wartereien auf den Telekom-Mann. Doch das Ergebnis nach mehr als fünf Monaten lautete immer noch: Kein Anschluss unter dieser Nummer.

Das Paar hatte bereits im Juli vergangenen Jahres einen Anschluss für Telefon und Internet für den Doppelhaus-Neubau in Eversten bei der EWE angemeldet. Gleich zu Beginn des Vertrages im Oktober erschien ein Telekom-Techniker zur Freischaltung, weil diesem Unternehmen die Infrastruktur gehört. Er stellte jedoch fest, dass die Leitung fehlte. Innerhalb weniger Tage wurde der Fehler von der zuständigen Baufirma behoben, heißt es im Protokoll, das Wachter und Gerjets führen.

Es folgten weitere erfolglose Schalttermine und – da war die EWE auf Zack – die Abbuchung des ersten Monatsbeitrages. Im Protokoll stehen für die Wochen danach zahlreicher Anrufe, angebliche Fehlerbehebungen, Besuche von Technikern und sehr viel verlorene Wartezeit – inmitten eines ständigen Hin und Her zwischen der Telekom und der EWE. Wo aber eigentlich da Problem liegt, kann bis heute niemand sagen.

Bei der EWE beschäftige man sich seit Ende November intensiv mit dem Thema, berichtet Sprecher Gerd Lottmann. Was die Fehlersuche erschwere, sei der Umstand, dass die Leitungsführung in der Verantwortung der Deutschen Telekom liege. „Unsere Techniker dürfen da leider gar nicht ran.“ Man sei aber im Austausch und an der Fehlersuche dran.

Als mögliche Fehlerquellen nennt Lottmann ein Dokumentationsproblemproblem bei der Telekom, so dass die richtige Leitung nicht angesteuert werden kann. Eine andere Möglichkeit wäre, dass bei dem Doppelhaus versehentlich nur eine Hälfte ans Netz angeschlossen wurde.

Als Hilfestellung haben man den Kunden eine Rufumleitung und einen Surfstick angeboten. Zudem sei vereinbart worden, nach Abschluss der Arbeiten über die Rückerstattung bereits gezahlter Gebühren zu reden.

Im Protokoll haben Wachter und Gerjets allerdings die Zusage der EWE einer sofortigen Rückbuchung des Geldes vermerkt. Auch das Angebot eines Surfsticks halten sie für unzureichend. „Wir haben mindestens sieben Geräte, die einen Internetanschluss benötigen“, sagt Wachter. Als Lehrerin arbeite sie auch von zu Hase aus und brauche Zugang zum Netz. Dass der seit Monaten nicht gegeben ist, sorgt für viele Umstände im Alltag des Paares.

Auch, dass sie seit Monaten keine Festnetznummer haben, stört sie sehr. „Unsere Eltern sind zum Beispiel etwas älter, die rufen nicht auf Handynummern an.“ Inzwischen ist das paar ziemlich genervt – und denkt darüber nach, lieber zur Konkurrenz zu wechseln.

Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
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