OFENERDIEK Die Bahntrasse durch den Stadtteil ist in Ofenerdiek das beherrschende Thema. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten am Donnerstagmorgen die Gelegenheit, in der Rollenden Redaktion vor Optiker Dellas an der Ofenerdieker Straße ihren Unmut über die zunehmende Lärmbelastung zum Ausdruck zu bringen.

Nikolaus Lennartz (84) beispielsweise fordert alle Beteiligten auf, endlich eine Lösung zum Wohle der Anlieger zu finden. Die Anzahl der Züge und die Kesselwagen hätten in den vergangenen Jahre kontinuierlich zugenommen. Die Schranken an den beiden Ofenerdieker Bahnübergängen seien immer häufiger geschlossen. Das führe zu vielen Staus auf den Straßen.

Ein Phänomen, das Pfarrer Jens Teuber (42) nur bestätigen kann. Auf der anderen Seite sollten die Ofenerdieker aber verstärkt den Öffentlichen Nahverkehr nutzen. Die VWG-Linien 301, 302, 304, 309, 322 und 324 fahren durch den Stadtteil. Die Angst vor der zunehmenden Lärmbelästigung nach der Fertigstellung des Jade-Weser-Ports in Wilhelmshaven ist in der Gemeinde deutlich spürbar, sagte Pastor Teuber.

Otto Beyer (75) wohnt seit mehr als 50 Jahren in Ofenerdiek. Seine anfängliche Freude über die Schließung des Fliegerhorstes ist der Angst vor der Lärmbelästigung durch die Bahn gewichen. „Die Züge bestehen teilweise aus 40 jeweils 25 Meter langen Waggons. Bis die den Bahnübergang passiert haben, vergeht eine Menge Zeit“, weiß Beyer. Er möchte, dass für die Bahn eine neue Trasse gebaut wird.

Elvira Hotes (87) aus der Ofenerdieker Straße hat wenig Freude an einem benachbarten Unternehmer, der kürzlich einen Gebrauchtwagenhandel eröffnet hat. Jeder Kunde könne nun auf ihre Terrasse schauen.

Horst Reich (62) hat die altersdementen Menschen im Auge, die von der Stadtverwaltung unbemerkt in ihren Wohnungen lebten. Um sie müsse sich das Gesundheitsamt verschärft kümmern.

Inge Imken (61) lobt die tollen Pflegedienste in Ofenerdiek, die hervorragende Arbeit leisten. „Der Stadtteil hat sich toll entwickelt, man bekommt hier alles, nur der Verkehr hat sehr stark zugenommen“, sagte sie.

Marianne van Meegen weist auf zwei Gefahrenstellen hin. An der Ampel Langenweg/Stiekelkamp würden Autos an der Warteschlange vorbei nach links abbiegen, wenn die hinter der Einmündung liegende Ampel rot zeige. „Und am Bardieksweg/Langenweg behindert eine Rhododendronhecke die Sicht“, weiß sie.

Für den Muttenpottsweg wünschen sich Edith und Walter Klockgether im Bereich Hopfenweg eine Druckampel. Die Autos seien auf der Straße außerdem viel zu schnell unterwegs. Erika Janßen (68) fordert eine Überquerungshilfe im Bereich Heideweg/Am Stadtrand.

Waltraut Schwalm (74) bemängelt den schlechten Zustand der Zuwegung zum Spielplatz am Koopmannsweg. „Der muss mit Schotter befestigt werden, und nach dem Mähen der Rasenflächen sollten die Arbeiter die Straße reinigen“, meint sie.

Lotte Janßen (63) wohnt in der Weißenmoorstraße 282c auf einem Hintergrundstück und klagt darüber, dass vor ihrer Hauseinfahrt immer wieder Autos auf dem Parkstreifen abgestellt werden, die die Ausfahrt blockieren. Die Fläche auf dem Parkstreifen sollte markiert werden, fordert sie.

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Irma Dziallas (59) ärgert, dass an der Ampel Am Alexanderhaus/Alexanderstraße die Fußgänger und Radler rot behalten, obwohl die Autofahrer längst grün bekämen. Die Fußgänger müssten extra einen Knopf drücken.

Horst Segge (70) wünscht sich für Ofenerdiek ein gut ausgestattetes Ärtzehaus. Die Fahrten in die Stadt würden sehr viel Geld kosten.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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