OFENERDIEK Die Vereine Ofenerdieks arbeiten gut zusammen. Morgen steigt das erste Straßenfest.

Von Klaus Fricke OFENERDIEK - Grund zum Meckern gibt es überall. Ausnahme: Ofenerdiek. Hier hat die Zufriedenheit eine Heimat. Diesen Eindruck hinterließen jedenfalls die vielen Besucher der rollenden NWZ-Redaktion, die gestern Vormittag vor dem Optiker-Geschäft Dellas Station gemacht hat.

„Wir sind eine wunderbare Gemeinschaft“, betont Marianne Harfst vom Verein Handel und Gewerbe Ofenerdiek (HUGO), und alle nicken. „Das wird sich auch morgen beim ersten HUGO-Straßenfest zeigen.“ Diese Party steigt von 10 bis 18 Uhr auf der Strecke zwischen Stiekelkamp und Ofenerdieker Krug.

Mit dabei ist auch die Hauptschule Ofenerdiek. Leiterin Antoinette Otte: „Unser Dank an den Zusammenhalt. Für unsere Praxistage zur Berufsorientierung konnten wir schon 30 hiesige Betriebe zur Teilnahme gewinnen.“

Ob HUGO, Bürgerverein, Arbeitsgemeinschaft Ofenerdieker Vereine (AGM), Siedlergruppen oder SV Ofenerdiek – alle arbeiten Hand in Hand, wenn‘s um den Stadtteil geht. „Das gibt es nirgendwo sonst, dass alle Institutionen so intensiv kooperieren“, ist Hermann Koenen von der AGM sicher. Was Polizeikommissar Uwe Ulpts bestätigt: „Wir haben hier so gut wie keine Probleme – nimmt man die Jugendlichen mit ihren frisierten Motorrollern aus.“ Liane Kramer weiß mehr: „Der neue Spielplatz in der Straße Im Ofenerfeld ist toll. Aber leider ist er auch Sammelplatz von Jugendlichen, die ihre Zigarettenkippen wegwerfen. Und der Fußgängerweg in dieser Straße hinter den schönen Birken ist oft zugeparkt.“

Bei vielen Sonnenstrahlen hängen eben auch ein paar Wolken über Ofenerdiek. „Die Straße Alexandersfeld ist, anders als die parallel verlaufenden Leuchtenburger oder Hasforter Straße, in miserablem Zustand, muss aber den meisten Verkehr verkraften“, sagt Johann Franken. Stadionsprecher Heiko Büsselmann weist auf seine Straße Am Flogsand hin: „Die gibt‘s seit fünf Jahren, aber eine Kehrmaschine ist hier noch nie gewesen. Außerdem müssten mal das Seitengras gemäht und das wüste Regenrückhaltebecken gesichert werden.“ Helmut Sander ärgert die Lage an der Straße Am Stadtrand: „Radfahrer sollen hier auf die Fahrbahn, dürfen auf dem Bürgersteig nur Schritttempo fahren. Ein Unding.“

Hans-Gerd Tabke, Bürgervereinsvorsitzender, hat gleich mehrere Missstände parat: „Mit nur zwei Fahrradständern im Bereich der neuen Polizeiwache war die Stadt arg knauserig, die Beleuchtung am Swarte-Moor-See ist unzureichend, im Bahnhofsbereich liegt zu viel Müll herum, und die Fußgängerampel vorm ,Schiefen Stiefel‘ fehlt.“ „Und auch die Parkscheibenregelung an der Ofenerdieker Straße sollte zurückgenommen werden“, fügt Marianne Harfst hinzu. Helmut Mrochen (Café Obendrauf) kritisiert zudem die langen Zeiten mit geschlossenen Bahnschranken: „Da ist man manchmal abgeschnitten.“

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Nur Gutes dagegen von der Jugendpflege: „Das neue Basketballfeld beim Schulzentrum ist zur Begegnungsstätte für Jugendliche geworden“, meint Klaus Kieckbusch, Fachdienstleiter Nord des Jugendamtes. „Und das Problem mit Farbschmierern haben wir auch im Griff. Wir geben spezielle Wände zum Bemalen frei“, sagt Axel Meltl, Leiter der Freizeitstätte. „30 Sprayer haben an unseren Aktionen teilgenommen. Das ist echte Präventionsarbeit.“

Zum Schluss noch ein kleiner Disput unter Ofenerdiekern. „Schade, dass der öffentliche Sportplatz an der Schule abgesperrt ist“, meint Rainer Degener. „Das ist doch gut. Seit der Platz eingezäunt ist, bleibt er wenigstens sauber“, entgegnet Christian Marke vom SV Ofenerdiek.

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