Nordmoslesfehn Knolle und Eule nahmen den Trubel ganz gelassen. Die beiden Schafe gehören zum Inventar des Oldenburger Tierheims. Zusammen mit ihrem Artgenossen, dem blinden Bolek, genossen sie am Ostermontag die Aufmerksamkeit der Besucher. „Es waren sogar unerwartet viele“, berichtet die stellvertretende Tierheimleiterin Lisa Kopietz. Sie und die anderen aus dem Team freuten sich über das große Interesse und selbstverständlich auch über die Spenden.

Zu dieser Sonderöffnung am Osterwochenende hatte die Belegschaft eingeladen, um die großen und kleinen Heimbewohner – ob mit Fell, Federn oder Panzer – vorzustellen. Es ging um die Arbeitsabläufe in dem Heim und damit auch um den Bedarf an Geld- und Sachspenden. Denn, um den Tieren einen Aufenthalt im Heim, ihren jeweiligen Bedürfnissen entsprechend, bieten zu können, muss angebaut werden. „Wir müssen ja schon einige Tiere im Mitarbeiterraum unterbringen“, erzählt Lisa Kopietz. Die Erweiterung der Aufnahmestation mit dem Tierarztzimmer ist nun geplant. „Hauptsächlich für Katzen“, erklärt die Tierpflegerin. Im Moment sei es ja ruhig, „Aber im Mai und Juni wird hier viel Betrieb sein, wenn die nicht kastrierten Katzen ihre Jungen kriegen.“

Tierpflegerin Daniela Meyer, die Besuchergruppen durch das österlich geschmückte Tierheim führte, informierte über die Bauplanungen, die noch in den Anfängen stecken. Die Gäste folgten ihr mit großem Interesse. Daniela Meyer gewährte ihnen einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen des Hauses, zum Beispiel in die Aufnahmestation, Quarantänestation oder in die Futterküche.

Mit Kaffee, Kuchen und veganen Leckereien konnten sich die Besucher stärken. Interessante Schnäppchen und schöne Dinge gab es auf dem Tierheimflohmarkt und am Tierheimstand zu kaufen. „Die Gäste zeigten sich außerordentlich spendierfreudig“, so Lisa Kopietz, verrät aber nur: „Sehr zur Freude des gesamten Teams konnte abends eine stolze Gesamtsumme gezählt werden, die direkt für die neuen Tierbereiche eingesetzt werden soll.“

Es war wieder eine gelungene Sonderveranstaltung des Tierheims. Lehren hat man aber auch schon gezogen. „Das mit dem Parken entlang der Nordmoslesfehner Straße war ein Chaos“, sagt Lisa Kopietz. „Wir organisieren ja zum Beispiel bei unseren Sommerfesten immer einen Shuttle-Service. Vielleicht sollten wir das künftig immer machen.“

Eule, Knolle und Bolek, die drei Tierheimschafe, haben von diesem Chaos überhaupt nichts bemerkt. Von den großzügigen Spenden, die die vielen Menschen hinterlassen haben, werden aber auch sie profitieren. Und das ist doch tierisch gut.


Mehr Infos unter   www.tierheim-ol.de 
Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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