OLDENBURG Alles, was in den nächsten Jahren an der Bahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven geschieht, hängt direkt mit der Beseitigung des ebenerdigen Bahnübergangs Alexanderstraße zusammen. Diese Ansicht vertrat Ulrich Bischoping, Bahn-Konzernbevollmächtigter für Bremen und Niedersachsen, bei einem Gespräch am Mittwoch mit der Bundestagsabgeordneten Christiane Ratjen-Damerau (FDP) und Vertretern der Umlandgemeinden Oldenburgs.

Bischoping nannte die Entscheidung der Stadt gegen eine Unterführung an der Alexanderstraße und für eine Dammlösung „falsch, aber wir werden nun damit arbeiten“. Die Bahn AG rechne mit der Verwirklichung des „komplizierten und anspruchsvollen“ Bauwerks, das die Gleise auf einem 1,3 Kilometer langen Damm über die Straße (abgesenkt um 50 Zentimeter) führt, etwa um 2018.

Sicher zu terminieren sei nur die Herstellung des Damms, betonte Georg Brunnhuber, Leiter des Bereichs Wirtschaft, Politik und Regulierung bei der DB. Zweieinhalb Jahre werde die reine Bauzeit betragen. Die Phase bis zur Planfeststellung sei dagegen schwer zu schätzen; drei bis vier Jahre seien wahrscheinlich.

Die Bahn-Vertreter bekräftigten, die Planung und den anschließenden Bau der Bahn-Überführung „mit aller Power“ anzugehen. Von der Verwirklichung des Straßenquerungsprojekts (dessen Gesamtkosten inzwischen bei 32 Millionen Euro liegen) hänge schließlich die Elektrifizierung der gesamten Strecke ab.

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Und nur mit der Elektrifizierung gibt es wohl auch die qualitativ hochwertige Lärmvorsorge entlang der Schienen. Deren Lärmschutzwände werden an der Alexanderstraße allerdings vier bis fünf Meter hoch – gemessen ab Oberkante des Damms.

Die Umlandgemeinden sind derweil „überhaupt nicht glücklich“ mit der Position der Stadt in Sachen Ausbau der Stecke zum Jade-Weser-Port, meinte Henning Kars, Bürgermeister von Jade. Mit der Beteiligung an der Klage gegen die Ausbauplanung werfe „die Stadt Sand ins Getriebe“.

Spezial: Bahnlärm in Oldenburg Für Ratjen-Damerau und ihre FDP-Kollegen Klaus Rickert und Hans-Richard Schwartz ist klar, dass nur der neue Bahnübergang den Oldenburgern den notwendigen (und zugesagten) Lärmschutz bringen wird. „Die Umgehungsstrecke ist Illusion“, so Schwartz. Mehr Chancen hat da schon die Troglösung in Ofenerdiek an der Straße Am Stadtrand. „Aber erst nach dem Ausbau der Strecke“, erklärte Bischoping. Man dürfe beide Bauprojekte nicht miteinander verbinden.

Klaus Fricke
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