Oldenburg Sie sind keine Bürgerwehr, keine Psychologen und auch keine Sozialarbeiter – die Ehrenamtlichen vom Projekt „Nachtwanderer“ sollen vielmehr Gesprächspartner, Zuhörer und Partner von Jugendlichen sein. Im Mai 2011 rief die Arbeiterwohlfahrt (AWo) in Oldenburg die auch in vielen anderen Städten bekannte Initiative ins Leben. Als Partner stieg der Präventionsrat ein. Inzwischen ist es aber ruhig geworden um das Freiwilligenprojekt. In diesem Jahr war noch kein „Nachtwanderer“ in der Innenstadt unterwegs. „Das Projekt ruht derzeit – aus personellen Gründen“, erklärten Präventionsrats-Geschäftsführerin Melanie Blinzler und AWo-Verbandsreferent Paul Behrens auf Anfrage der NWZ . Geplant sei aber ein Neustart.

Die Idee des Nachtwanderns wurde in den 80er-Jahren in Schweden geboren. Dort sind inzwischen an 300 Orten mehr als 200 000 Freiwillige im Einsatz.

In Oldenburg machte sich AWo-Sozialmanagerin Johanna Stein für das Projekt stark. Zum ersten Einsatz im Mai vor zwei Jahren kamen sieben Ehrenamtliche, darunter befand sich SPD-Ratsfrau Germaid Eilers-Dörfler.

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Für ihren Einsatz waren die Erwachsenen (ab 25 Jahre) im Vorfeld geschult worden. In kleinen Gruppen hielten sie sich mehrfach an Wochenenden in der Zeit von 22 bis 2 Uhr an öffentlichen Plätzen in Oldenburg auf. Als Ansprechpartner für Jugendliche wollten sie dazu beitragen, dass sich Jugendliche auf der Straße sicher fühlen.

An ihren Jacken mit der Aufschrift „Nachtwanderer“ konnte man die Ehrenamtlichen erkennen. Zuletzt war dies im November 2012. Danach gab es keine Einsätze mehr.

Mit dem Arbeitgeberwechsel von Johanna Stein verlor die Gruppe ihre Koordinatorin. Unter der Leitung ihres Nachfolgers ging es nicht voran. Er verließ wenig später aus persönlichen und beruflichen Gründen Oldenburg.

„Wir machen weiter. Neue Freiwillige haben sich bereits gemeldet, weitere werden noch gesucht“, gibt sich Paul Behrens zuversichtlich.

Die rot-schwarzen Nachtwanderer-Jacken wurden übrigens auch in der Zwischenzeit genutzt. Die Rasteder Gruppe lieh sich die Kleidung von den Oldenburgern für das Ellernfest aus.

Rainer Dehmer Oldenburg / Redaktion Oldenburg
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