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Oldenburg Weniger Umschlag im Hafen: 2015 sank die Menge der umgeschlagenen Güter um 14,6 Prozent oder rund 124 000 auf 1,017 Millionen Tonnen. Das geht aus einer Vorlage der Stadt für den Finanzausschuss hervor. Im Vorjahr hatte es beim Hafenumschlag noch einen leichten Anstieg um 2,9 Prozent auf 1,035 Millionen Tonnen gegeben.

2015 hingegen fiel durchweg negativ aus. Bei allen Gütergruppen, die an den Oldenburger Kajen umgeschlagen werden, gab es ein Minus. Die Hafenexperten der Stadt begründen den Rückgang der Umschlagszahlen unter anderem mit der Verlagerung von Transporten vom Binnenschiff auf den Lastwagen – unter anderem wegen des günstigen Dieselpreises. Dazu heißt es: „So wurden nach Auskunft der Umschlagsbetriebe Güter nicht per Binnenschiff von und nach Oldenburg transportiert, sondern per Lastwagen direkt aus dem Hafen Brake oder aus anderen Standorten abgeholt und in die Region verteilt.“

Allerdings: Am geringsten war der Rückgang mit 2,61 Prozent bei Getreide und Futtermitteln (von knapp 450 000 auf knapp 438 000 Tonnen) – obwohl diese Güter aus Übersee oft in Brake angelandet werden. Norbert Plaggenborg vom Agravis-Kraftfutterwerk am Stau – dem Hauptabnehmer für Getreideprodukte – bestätigte, dass zum Teil Anlieferungen von den Seeschiffen in Brake nach Oldenburg per LKW erledigt würden; das sei aber nicht die Regel. Die Menge des an den Kajen umgeschlagenen Getreides hänge auch davon ab, wie die Ernte ausfalle und ob Ware aus der Region zu bekommen sei. Die würde naturgemäß nicht per Schiff angeliefert. Die jährliche Gesamt-Umschlagsmenge bemesse sich an der Produktionskapazität von 400 000 Tonnen, sagte Plaggenborg.

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Der zweite Hauptumschlagsträger im Oldenburger Hafen sind Baustoffe. Hier gab es einen Rückgang um 17,3 Prozent von 595 196 auf 492 321 Tonnen. Allerdings hatte es 2014 einen Ausschlag nach oben durch die Anlieferung eines großen Postens Schotter (60 000 Tonnen) für eine Großbaustelle gegeben, die sich 2015 nicht wiederholte. Ebenfalls bergab ging es beim – allerdings nicht so umfangreichen – Umschlag von Düngemitteln (minus 15 Prozent auf 37 767) und bei Sekundärrohstoffen (Schrott) um 19 Prozent auf 34 535 Tonnen. Einen regelrechten Einbruch erlebte der Bahntransport ins Hafengelände – er fiel um 75 Prozent auf 14 679 Tonnen. Statt 1105 Waggons wie 2014 kamen nun noch 318 im Oldenburger Hafen an.

Norbert Plaggenborg von Agravis, gleichzeitig Geschäftsführer der Oldenburger Hafenwirtschaftsgemeinschaft, hält die Entwicklung für „nicht dramatisch“. Für 2016 erwarte die Hafenwirtschaft eine ähnliche Umschlagsmenge wie 2015.

Thorsten Kuchta stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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