Drielake Die Geduld der Anlieger des Hemmelsbäker Kanalwegs und des Schwanenwegs in Drielake wird weiter auf eine harte Probe gestellt. Grund: Die Schranken am Bahnübergang werden mindestens noch bis April nächsten Jahres von einem „Bahnübergangsposten“ per Hand bedient. Und der muss, so will es die Vorschrift, die Schranken deutlich früher herunterlassen, als das bei einer automatisch betriebenen Anlage der Fall ist.

Die Bahn hat für den Mitarbeiter einer privaten Dienstleistungsfirma zwischen dem dort aufgestellten Dixi-Klo und dem Schalthäuschen eine Plastikplane gespannt, damit er sich vor Regen schützen kann. „Abenteuerlich ist das“, schimpft Karl-Heinrich Queckenstedt in einem Schreiben an Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, das auch der NWZ  vorliegt.

„Als Anlieger des Hemmelsbäker Kanalweges und des Schwanenweges haben wir in diesem Jahr bereits viele zusätzliche Stunden an dem lange geschlossenen Bahnübergang mit Warten verbracht, und auch unsere Sorgen über die schlechte Erreichbarkeit unseres Viertels durch Einsatzfahrzeuge im Falle eines Notfalles hat sich seither nicht gemindert“, schreibt Queckenstedt.

Eigentlich sollte der defekte Übergang bis spätestens Oktober repariert werden, hatte die Bahn noch im Juni mitgeteilt. Doch daraus wird nun nichts, bestätigte Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis auf Nachfrage der NWZ .

Die neue Anlage werde über das Stellwerk Oldenburg Nord gesteuert, das demnächst für eine Million Euro mit einer neuen Software ausgestattet werde. Über diesen Computer werde dann auch die Technik des Bahnübergangs am Hemmelsbäker Kanalweg gesteuert, der deshalb vorerst von Hand weiterbetrieben werde.

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Ein Zwischenfall vom 11. März des Jahres hatte zur Stilllegung der Schrankenanlage geführt. Damals hatte ein Zug den Bahnübergang bei geöffneten Schranken passiert (die NWZ  berichtete). Nach Angaben der DB Netz AG sollte die Anlage am Hemmelsbäker Kanalweg, die seit 1969 in Betrieb war, ohnehin im Jahr 2016 erneuert werden.

Von der Terminverschiebung war am Donnerstag auch das Presseamt der Stadtverwaltung überrascht, das daher auf eine entsprechende Nachfrage der NWZ  auch nicht antworten konnte. Im Juni sei von der Bahn schriftlich zugesagt worden, dass der Schaden spätestens im vierten Quartal des Jahres behoben werde, hieß es.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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