Kreyenbrück Man hätte sich bis zur Unkenntlichkeit verkleiden können, auch einfach weggucken oder den Raum verlassen können. Vor möglichen Fotoaufnahmen hatte Willi Kolodziej vom Vorstand der Interessengemeinschaft „Die Kreyenbrücker“ die Gäste des Neujahrsempfangs am Montagabend gleich zur Beginn seiner Begrüßungsansprache gewarnt. Das müsse er tun, sagte er mit einem Augenzwinkern. Eben wegen der „EU-DGSVO“ – der Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union.

Witz haben sie ja, die Kreyenbrücker. Mit Humor interpretierte Willi Kolodziej auch die Zahl von 111 angemeldeten Gästen. Im Vorjahr seien es 90 gewesen. Da habe ein Vortrag zum Programm gehört. Darauf wurde diesmal, bei der siebten Auflage, verzichtet. Lag das größere Interesse etwa daran? Essen, trinken, sich unterhalten. Darum ging’s im Seminarraum von Cewe am Meerweg. Dieser Aufforderung kamen die Gäste gern nach. Politik und Verwaltung waren vertreten, die IHK sowie Einrichtungen aus dem Stadtteil.

Rückblick und Vorausschau gehören traditionell zu einem Neujahrsempfang. Hierbei machte Willi Kolodziej klar, dass der Wettergott ein Kreyenbrücker sein muss. Denn beim Oldtimer-Treffen im Juli mit fast 170 Autobesitzern und rund 1200 Besuchern sowie beim Straßenfest im September mit etwa 3000 Gästen blieb es regenfrei. Der Reinerlös der Straßenfest-Tombola von 4900 Euro wurde laut Kolodziej durch eine Loskäufer-Spende und von der Interessengemeinschaft auf 5400 Euro aufgestockt. Davon wurden am Heiligabend 20 kleinen Patienten im Kinderkrankenhaus und den Krankenschwestern Überraschungen beschert.

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Die restlichen 4500 Euro des Reinerlöses zahlten die Kreyenbrücker auf ein Sperrkonto für den auf dem Klingenbergplatz geplanten Hörstuhl ein. Geschätzt gut 35 000 Euro wird der Hörstuhl laut Willi Kolodziej kosten. 10 000 Euro stünden bereits zur Verfügung. Erst wenn der Sanierungsbeirat Kreyenbrück-Nord sich für die Installation ausspreche, werde man sich intensiv um die Restfinanzierung kümmern.

Noch mehr Zukunftsmusik: Für dieses Jahr ist eine Zusammenlegung des Oldtimer-Treffens und des Straßenfestes geplant (6. September auf dem Real-Parkplatz beim Kaufpark Kreyenbrück). Außerdem will sich die Interessengemeinschaft im Stadtsüden auch kulturell engagieren – verstärkt beim „Farbenfroh-Festival“.

80 Mitglieder hat der Verein zurzeit. „Es ist uns gelungen, die Zahl konstant zu halten“, so der Vorstandssprecher. Eines der neuen Mitglieder sei die Cewe-Stiftung, die ihre Räume für den Empfang zur Verfügung gestellt habe.

„Der Neubau ist erst drei Jahre alt und schon wieder zu klein. Wir denken über einen Anbau nach und hätten da kreative Ideen“, sagte Cewe-Geschäftsführer Andreas Kluge mit Blick auf Ralph Wilken, Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung. 1500 Mitarbeiter beschäftige Cewe an diesem Standort. Auch ihnen müsse ein Wohnumfeld geboten werden, in dem sie sich wohl fühlten und das interessant sei. Und nicht nur dafür engagierten sich ja „Die Kreyenbrücker“.

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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