Ofenerdiek Die Probleme liegen auf der Straße – im wahrsten Wortsinn: Heinz Backhaus, stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Ofenerdieker Vereine (AGM) und SPD-Ratsherr, sieht dringenden Handlungsbedarf für die umgehende Sanierung einiger Straßen im Stadtnorden. Als eklatantes Beispiel nennt er den Zustand des Bardieksweges in Ofenerdiek.

Wachsender Verkehr

„Den Bardieksweg müssen sich täglich viele Schüler, Kinder der Kita sowie Patienten der Arztpraxis mit dem ständig wachsenden Verkehr teilen. Aus Sicht mancher Anlieger scheint die Tempo-30-Zone für viele Autofahrer eher eine Empfehlung als ein Gesetz zu sein, und an die Fünf-Tonnen-Beschränkung hält sich auch nicht jeder Verkehrsteilnehmer“, berichtet der Ofenerdieker. Die Sanierung des Bardieksweges ist ein Thema mit Vergangenheit. So heißt es in der Nordwest-Zeitung unter „Nachrichten aus Stadt und Land” bereits in der Ausgabe vom 11. Dezember 1953 in einer Notiz: „Instandsetzung des Bardiekswegs – Nachdem in Ofenerdiek der Stiekelkamp als Verbindung zwischen der Weißenmoorstraße und dem Langenweg überholt werden konnte, wird nunmehr der Bardieksweg gründlichst instandgesetzt und mit einer festen Schotterschicht belegt. Der Weg hat seine Bedeutung als Zuführungsader zur Ofenerdieker Straße.”

Sechs Jahrzehnte später ist die Straßenlage marode. Es herrscht „Kraterstimmung“, so Backhaus. Das wurde auch oft vom Vorsitzenden des Ofenerdieker Bürgervereins, Hans-Gerd Tabke, angemahnt. Dass es einen großen Nachholbedarf gibt, weiß Tiefbauamtsleiter Johann de Buhr: „Seit Jahrzehnten wurde viel zu wenig gemacht, um die 670 Kilometer Straßen, die wir in Oldenburg haben, ordentlich instand zu halten“, sagte er beim Bürgerabend im September 2015 (NWZ  berichtete) und fügte hinzu: „Wir können nicht mehr Geld ausgeben, als wir haben. Zu oft können wir nur ein bisschen Asphalt drüber kleckern.“ Der Ausbau sei für die nächsten drei Jahren nicht im Haushalt vorgesehen, so de Buhr damals, „und wir haben auch noch kein offizielles Begehren von mindestens 50 Prozent der Anlieger vorliegen“.

Nach Heinz Backhaus’ Meinung wäre ein Vollausbau sicher die bessere Lösung. „Doch bis zur Planung und einem möglichen Baubeginn würden geschätzt noch weitere Jahre ins Land gehen, wobei die Anwohnermeinung über einen Vollausbau noch nicht einmal Berücksichtigung gefunden hat“, sagt er und fordert: „Was vor dem Wintereinbruch noch geschehen muss, ist das Abfräsen der Fahrbahndecke und das Auftragen einer neuen Deckschicht.“

Nur kaschiert

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Das Aufbringen einer neuen Deckschicht ist, wie berichtet, aus Sicht der Verwaltung wiederum mit unverhältnismäßig hohem finanziellen Aufwand verbunden. Vorhandene Mängel würden auch nur kaschiert und die neue Fahrbahndecke würde schnell verschleißen. Diese Argumentation ist für Backhaus nicht nachvollziehbar. Ein Teil der Wiefelsteder Straße im Stadtteil Alexandersfeld sei auf diese Weise saniert worden und bestes Beispiel für eine deutliche Verbesserung der Situation. Gleiches gelte für die Fliednerstraße in Etzhorn.

Um den Bardieksweg nach Sanierung nicht zur Rennstrecke werden zu lassen, schlägt Heinz Backhaus das Aufbringen von Kunststoffschwellen auf die Fahrbahndecke vor. Auch da führt er ein Beispiel an: Die neue Zufahrt zu den Gemeinschaftsunterkünften auf dem ehemaligen Fliegerhorst sei durch mehrere derartige Schwellen entschleunigt worden.

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