OLDENBURG 26 Oldenburger haben ein ganzes Jahrhundert miterlebt. Neben persönlichen Geheimrezepten ist auch finanzielle Absicherung wichtig.

von Esther Rothstegge OLDENBURG - Zwei Weltkriege, die Zeit des Wirtschaftswunders, die 68er-Bewegung und den Fall der Mauer – Das alles hat miterlebt, wer in diesem Jahr 100 Jahre alt wird. Im Januar feierten dieses besondere Jubiläum schon vier Oldenburger.

Und in den nächsten Jahren werden das wohl noch mehr. Laut Statistischem Jahrbuch 2006 leben 1042 Frauen und 307 Männer in Oldenburg, die älter als 90 sind. Darunter fünf Männer und 21 Frauen, die ihren 100. Geburtstag bereits vor einem oder mehr Jahren gefeiert haben.

Paul Rietig feierte seinen 100. Geburtstag am 17. Januar. „Jeden Tag einen Schnaps und ein Glas Milch“, so sein Geheimrezept. „Und viel gearbeitet habe ich“, erzählt er. So hat er zum Beispiel mit seiner Frau zusammen vor 35 Jahren eigenhändig ein Haus in Ofenerdiek gebaut. Auch Rudolf Mesenbrink führt sein langes Leben auf die Arbeit zurück. Bis 1972 stand er in einer Molkerei an den Maschinen. „Danach war der Garten meine Arbeit“, sagt der 100-Jährige. „Ich brauche halt immer was zu tun.“

Ob jeden Tag Milch, Schnaps oder Gartenarbeit – wer lange lebt, der braucht dabei auch eine gewisse Absicherung. „Wer mit Partner oder allein in Eigenheim oder Mietwohnung lebt, der hat auch bis ins hohe Alter noch Hausrat- oder private Haftpflichtversicherung“, weiß Heinz-Dieter Husmann, Abteilungsdirektor bei der Öffentlichen. Eine Altersbegrenzung gibt es bei den Sachversicherungen nicht. Und so ist der älteste Versicherte mit einer Privatversicherung bei der Öffentlichen Versicherung Oldenburg auch 104 Jahre alt.

Auch bei der Zusatzversicherung für Zahnersatz gibt es keine Altersbegrenzung. „Das sollte man sich schon überlegen, ein Gebiss hält ungefähr 15 Jahre“, sagt Michael Willers, Direktionsbeauftragter für das Krankenversicherungsgeschäft. „Mit 80 oder 90 braucht man oft ein neues Gebiss.“ Anders ist das allerdings bei der Pflegerisikoversicherung, hier ist das Höchstaufnahmealter 70 Jahre.

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Lebensversicherungen haben ebenfalls keine Altersbegrenzung, werden aber meistens bis zum 60. Lebensjahr abgeschlossen. „So eine Absicherung für den Lebensabend ist schon wichtig“, weiß Michael Tolksdorf, Direktionsbeauftragter für die betriebliche Altersversorgung. „Alleine nur mit kleiner Rente und etwas Angespartem kommt man da kaum hin. Die meisten denken, dass sie so 85 Jahre alt werden“, erzählt er. „Viele werden aber tatsächlich viel älter.“ Inzwischen geht die Öffentliche für neugeborene Mädchen von einer Lebenserwartung von 100 Jahren aus.

Neben den Glückwünschen von der Stadt gibt es übrigens noch etwas zum 100. Geburtstag: Das Geld der Sterbegeldversicherung wird ausgezahlt.

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