OLDENBURG Oberbürgermeister Gerd Schwandner blickt die alte Treppe im Alten Rathaus hinunter, einer Gruppe Jugendlicher im Alter von etwa 16 Jahren entgegen. Sie sehen etwas abgekämpft aus, müde von vielen Unternehmungen und neuen Erfahrungen, vollbepackt mit Taschen und Jacken. Aber doch mit Fotoapparat in den Händen, die alten verzierten Wände bewundernd, tuschelnd. Und alle mit einem Lachen im Gesicht. Das ist auch gut so, denn zuerst steht das obligatorische Besucherfoto an: „Bitte lächeln!“

Die jungen Männer und Frauen sind weit gereist, um diesen Moment zu erleben. Denn die Jugendlichen, die Schwandner im Namen der Stadt Oldenburg begrüßt, stammen aus Mateh Asher, Oldenburgs Partnerkreis mit etwa 25 000 Einwohnern im Nordwesten Israels.

Es ist ein äußerst warmer und herzlicher Empfang in einer entspannten Atmosphäre. Die Jugendlichen zeigen Bilder aus ihrem Land – so, wie sie es sehen und kennen. Sie reden nicht über Krieg, sondern zeigen schöne Orte, Wüstenabschnitte, Häfen, bekannte Städte wie Jerusalem und Tel Aviv mit all ihren Facetten.

Die Gruppe hat in ihrer Zeit in Oldenburg schon viel zusammen erlebt: Es gab eine Fahrt nach Berlin, einen Besuch der Synagoge in Oldenburg – aber auch Billardspielen, ein Kletterwald und der Heidepark Soltau prägten die vergangenen Tage.

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Am emotionalsten war wohl die Fahrt zum KZ in Bergen-Belsen – hier fand ein Mädchen den Namen ihrer Großmutter, und erhielt somit Einblick in alte Dokumente und Daten. Da zeigte sich, dass die Partnerschaft mit Mateh Asher vor dem geschichtlichen Hintergrund der Nazi-Zeit immer eine besondere sein wird. Doch es gibt viel Raum für Normalität: Einstimmig erklärten alle, gerne wieder nach Oldenburg zu kommen, in diese „nice, old, and big city“.

Mateh Asher ist neben Cholet (Frankreich), Groningen (Niederlande), Machatschkala (Russland), Taastrup (Dänemark), Kingston Upon Thames (England) und dem Inselkreis Rügen (Mecklenburg Vorpommern) eine der Kommunalpartnerschaften Oldenburgs, bestehend seit 1996. Ziel der Partnerschaftlichen Zusammenarbeit soll die Förderung von Bürgerbegegnungen, insbesondere in den Bereichen Jugend, Kultur, und Sport sein.

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