Oldenburg Die gastronomische Szene in der Innenstadt wird um ein italienisches Restaurant reicher. Das sehen zumindest Pläne der Stiftung Teilhabe der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO) vor. Die Stiftung will die Bauwerkhalle am Pferdemarkt von der Stadt Oldenburg erwerben und sanieren. Geplant sei ein Inklusionsunternehmen für zehn sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, darunter mindestens vier Menschen mit einer Behinderung, sagte Geschäftsführer Gerhard Wessels am Donnerstag der NWZ.

Der Industrie-Charme der Bauwerkhalle solle bei Sanierung und Umbau in ein Restaurant erhalten bleiben, betonte Wessels. „Wir haben der Stadt ein Kaufangebot unterbreitet und hoffen auf eine positive Entscheidung.“ Zum Kaufpreis kämen nach ersten Schätzungen Investitionskosten in Höhe von rund einer Million Euro.

Bei Oberbürgermeister Jürgen Krogmann stößt die Stiftung auf offene Ohren. „Ich begrüße grundsätzlich die Idee“, sagte der Rathauschef am Mittwoch auf Anfrage. „Oldenburg will Inklusion. Und wir möchten, dass Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung in der Stadt entstehen.“ Die Stadt habe für diese Immobilie „strategisch keinen Bedarf“. Die geplante Nutzung sei sinnvoll und werde den Bereich rund um den Pferdemarkt aufwerten. Ob die Idee umzusetzen sei, hänge von der Prüfung des Kaufangebots ab. „Und am Ende wird es der Rat sein, der die Entscheidung trifft.“

Für die Stiftung bedeutet das Projekt einen Ausbau der gastronomischen Aktivitäten in der Stadt. So werden bereits das Café Kurswechsel in den Räumen der Volkshochschule an der Karlstraße und die Kantine der Bundesagentur für Arbeit am Stau von Beschäftigten der Gemeinnützigen Werkstätten betrieben. „Ein eigenes Restaurant zu eröffnen, ist ein nächster Schritt“, sagte Wessels.

Der Geschäftsführer betont, die Bauwerkhalle könne auch nach Sanierung und Umbau vom Bauwerk e.V. genutzt werden. „Es ist sicher möglich, dass der Verein weiterhin Räume zum Beispiel als Treffpunkt oder für Ausstellungen nutzt.“ Die für diesen Sommer geplante Veranstaltungs- und Vortragsreihe des Bauwerkvereins ist nach Mitteilung der Stadt von den Plänen nicht berührt.

Nach Wessels Worten soll das Restaurant Personen ansprechen, die Wert auf „gute, aber bodenständige, italienische Küche legen, soweit möglich mit regionalen Produkten zubereitet“. Für nachmittags seien Kaffeespezialitäten, Kuchen sowie Antipasti geplant. Die Restaurantkarte sehe italienische Pizza, Pasta, Fisch- und Fleischgerichte sowie Nachspeisen vor. Eine Bar solle Kino- oder Theaterbesucher ansprechen. Die GWO-Pläne sehen vor, dass sich das Restaurant nach Ende der fünfjährigen Anschubfinanzierung durch die „Aktion Mensch“ selber trägt.

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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