Oldenburg Steine, Stahlträger, Holzbalken: Für sich genommen sind sie nur Material zum Bauen. Vor langer Zeit zusammengesetzt, erzählen sie aber eine Geschichte über die Stadt und das Leben der Menschen zu dieser Zeit. Das macht die Faszination aus, die am Sonntag erneut zahlreiche Oldenburger und Besucher aus dem Umland quer durch die Stadt fahren und hinter sonst oft verschlossene Türen blicken ließ – beim Tag des offenen Denkmals.

Ein besonders beliebter Anlaufpunkt war die Eisenbahnbrücke über die Hunte. Das nicht bei allen Menschen beliebte (vor allem, wenn sie wieder mal klemmt), aber technisch faszinierende Bauwerk konnte aus verschiedenen Perspektiven begutachtet werden. „Wir haben zehn Stationen vorbereitet“, erklärte der leitende Brückeningenieur Guido Tschigor. Der Maschinenkeller, das Brückenwärterhäuschen – überall stand Personal bereit, um die Arbeitsbereiche zu erläutern.

Tschigor selbst hielt Vorträge über die Geschichte und Entwicklung der Rollklappbrücke. Dabei erklärte er auch, warum manche historische Technikteile, wie alte Zahnräder, zur Enttäuschung einiger Besucher inzwischen nicht mehr Bestandteil der Konstruktion sind. „Dies ist ein lebendes Denkmal und kein Museum. Die Brücke muss funktionieren.“

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Eine andere Querungshilfe war wie üblich ebenfalls gut besucht. An der Cäcilienbrücke waren die Besucher neugierig auf den Blick hinter die Kulissen, zum Beispiel in die Hubtürme. Schließlich ist unklar, wie lange man das Bauwerk, über dessen Abriss diskutiert wird, in der ursprünglichen Form noch besichtigen kann. Vertreter des Wasser- und Schifffahrtsamts beantworteten viele Fragen zur möglichen Zukunft des Wahrzeichens.

13 Bauwerke beteiligten sich am Tag des offenen Denkmals, darunter mehrere Kirchen. In der Dreifaltigkeitskirche in Osternburg erklärte zum Beispiel Stadtführerin Christine Krahl die Geschichte des kleinen aber schmucken Gotteshauses. So berichtete sie von der Legende, dass Graf Anton Günther sie 1616 bauen ließ, damit Anwohner aus diesem Teil der Stadt auf dem Weg zur Lambertikirche nicht mehr mit ihren Holzschuhen am Schloss vorbeiklappern mussten. Es sind genau solche interessanten Geschichten, die einem Denkmal innewohnen.

Patrick Buck stv. Redaktionsleiter / Redaktion Oldenburg
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