Ofenerdiek Ein Blick ins Nest zeigt: Hoch oben im Turm der Ofenerdieker Thomas-Kirche entsteht neues Leben. Ein Turmfalkenpaar ist gerade dabei, vier Eier auszubrüten. Nun muss der Neugierige nicht etwa in die Höhe klettern und die Vögel bei der Arbeit stören, er kann ganz bequem am Boden bleiben und von dort aus beobachten, ob die Küken schon schlüpfen. Denn der Naturschutzbund (Nabu) hat seine Web-Kamera in dem Turmfalkenkasten aktiviert. Die sendet die Bilder direkt aus dem Nest.

„Im Mai ist wieder ein Pärchen bei uns eingezogen!“ freut sich Johannes Bartner vom Nabu, der bereits seit vielen Jahren diesen und etliche weitere Nistkästen für Turmfalken in der Region ehrenamtlich betreut (NWZ  berichtete). „Durch die Webcam bekommen wir ganz faszinierende Einblicke in das Brutverhalten der Elterntiere.“ In den kommenden Wochen kann nun jedermann über diese Webcam verfolgen, wie die kleinen Turmfalken schlüpfen und aufwachsen werden.

Johannes Bartner, 55 Jahre alt und Arzt für innere Medizin, hat sich seit frühester Kindheit der Ornithologie (Vogelkunde) verschrieben. Da er auch gern mit Holz werkelt, baute er schon als kleiner Junge im elterlichen Keller Meisenkästen. Heute gilt sein Interesse jedoch dem Turmfalken. Dieser kleine Greifvogel wurde 2007 zum „Vogel des Jahres“ gewählt – weil auch bei dieser Spezies eine Bestandsreduzierung zu beobachten war. Im selben Jahr rief Bartner zusammen mit Melanie Witte das Turmfalkenprojekt des Nabu ins Leben. Wie berichtet, werden seither Kirchtürme in Oldenburg und Umgebung mit Turmfalkenkästen ausgestattet – als ein Angebot zum Brüten. Nicht immer wird jeder der mittlerweile 80 Spezialkästen belegt. Laut Bartner sind in der Regel 20 Prozent der Kästen besetzt.

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Der in Ofenerdiek gehört regelmäßig dazu. Dafür gab es vom Nabu die Plakette „Lebensraum Kirche“. In der Thomas-Kirche wird nun also was ausgebrütet. Das dauert laut dem Nabu etwa vier Wochen. Und die Aufzucht der Jungen betreiben die Turmfalkenpärchen gemeinsam. Wer zugucken (Link zur Webcam) will und noch mehr über das Turmfalken-Projekt erfahren möchte, der findet alles unter


     www.nabu-oldenburg.de 
Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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