Ofenerdiek Für den gewünschten Stadtteilpark gehen die Ofenerdieker in Vorleistung. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Ofenerdieker Verein (AGM) beschlossen am Mittwochabend, 3000 Euro für das Freizeitprojekt zu spenden. Der Betrag macht immerhin mehr als die Hälfte des Vereinsvermögens aus. Gedacht ist das Geld für den Aufbau eines ersten Parkelements. Und zwar: Eines der Baumhäuser, die im vergangenen Jahr im Schlossgarten hingen, soll am Ufer des Swarte-Moor-Sees mitsamt eines Stegs befestigt werden.

Im Januar hatten bereits der Bürgerverein und ein Ofenerdieker Geschäftsmann insgesamt 2000 Euro für das Vorhaben gespendet. Heinz Backhaus, 2. AGM-Vorsitzender und SPD-Ratsherr, sieht die Spenden auch als „kleinen Ansporn für andere Vereine und Bürger aus dem Stadtteil“, Geld für das Projekt in die Hand zu nehmen. Mit der Realisierung des Stadtteilparks bestehe die Möglichkeit, „Ofenerdiek nach vorn zu bringen“.

Bürger drängen nun

Wie berichtet, hatte die Stadtverwaltung schon vor mehreren Jahren erklärt, im Stadtnorden eine große Spiellandschaft anlegen zu wollen. Geld dafür ist im Haushalt aber nie eingeplant worden. AGM-Vorsitzender Hermann Diercks und andere engagierte Bürger aus Ofenerdiek drängen seit Monaten auf eine Umsetzung des Versprechens am Swarte-Moor-See.

Von der Stadtverwaltung hat sich Hans Schröder, Fachdienstleiter Stadtgrün, inzwischen auch schon ein Bild von der Situation am See gemacht. Am Mittwochabend stellte er auf der Versammlung des AGM seine Überlegungen vor. Er möchte in diesem Jahr ein Konzept entwerfen und, falls es der städtische Etat hergibt, 2016 erste Ideen umsetzen. Die Realisierung des Gesamtprojekts kann seiner Meinung nach aber nur etappenweise geschehen. Fünf Jahre seien ein denkbarer Zeitraum. Kosten von bis 200 000 Euro hält er möglich.

Was konkret am Swarte-Moor-See entstehen soll, ist derzeit noch offen. An der Ideensuche möchte Stadtgrün-Chef Schröder auch die Kinder und Jugendlichen im Stadtteil beteiligen.

Im von Ofenerdiekern gegründeten Arbeitskreis Stadtteilpark ist man da schon etwas weiter. Gewünscht wird beispielsweise das Aufstellen von Sport- und Spielgeräten rund um den See. Ferner sind für die Bürger auch ein Grillplatz und eine Fläche für Boule-Spieler vorstellbar.

Schröder will mit der Umsetzung allerdings nicht direkt am See, sondern zunächst im Bereich des kleinen Wäldchens zwischen der Mensa der Oberschule und dem Seeufer beginnen. Dort gibt es bereits öffentliche Sportanlagen (Beach-Volleyballfelder und ein Basketballplatz), diese werden aber kaum genutzt. „Es fühlt sich nicht richtig gut an“, berichtete Schröder von seinem Eindruck beim Ortstermin. Als ersten Schritt möchte er dort Sitzgelegenheiten schaffen und einen Weg zwischen der Mensa und dem Seeufer anlegen, um den Bereich aufzuwerten.

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Heinz Backhaus schlug in diesem Zusammenhang vor, die derzeit nur während der Schulzeit genutzte Mensa auch in den Abendstunden zu öffnen. Er dachte dabei insbesondere an Vereine und Initiativen, die einen Treffpunkt suchen.

Zusammen mit Hermann Diercks machte sich Heinz Backhaus auch für das Aufstellen der Baumhäuser stark. Die Stadt, die im Vorjahr für insgesamt 2000 Euro zwei Baumhäuser vom Schlossgarten kaufte, sucht nach einer Verwendung für die 2,40 mal 2,40 Meter großen Lärchenholz-Bauten. Schröder schätzte, dass das Herrichten und Aufstellen eines Hauses am Ufer des Swarte-Moor-Sees noch einmal 6000 bis 7000 Euro kosten dürfte.

Freiwillige wollen putzen

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Zugleich gab er zu bedenken, dass aufgrund der Erfahrungen aus dem Schlossgarten eine Verschmutzung der Häuser durch Besucher zu befürchten sei. Die Stadt könne sich jedoch nicht um die Reinigung kümmern. Für die Ofenerdieker ist das offenbar kein Problem. In der AGM-Sitzung erklärten sich spontan zwei Mitglieder bereit, für die Säuberung der Häuser sorgen zu wollen.

Seine Überlegungen zum Stadteilpark will Fachdienstleiter Hans Schröder am 21. April ab 19.30 Uhr im Vereinsheim des SV Ofenerdiek, Lagerstraße 38, noch einmal der Öffentlichkeit vorstellen. Zu der Veranstaltung lädt dann der Bürgerverein Ofenerdiek ein.

Rainer Dehmer Oldenburg / Redaktion Oldenburg
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