Oldenburg Die zweite Flüchtlingsunterkunft, die die Stadtverwaltung im Stadtteil Etzhorn plant (die NWZ  berichtete), wird ihr von einer separaten Immobiliengesellschaft vermietet, an der die Familie Munderloh beteiligt ist, die auch das Autohaus nebenan betreibt. Ute Hemmen vom Möbelhaus Hemmen, das dort 30 Jahre lang seinen Sitz hatte, sagte am Mittwoch zur Frage nach der Immobilie gegenüber der NWZ , das Grundstück gehöre der Familie längst nicht mehr: „Das gehört Munderloh. Wir haben das verkauft.“

Die Stadtbaurätin Gabriele Nießen und Sozialdezernentin Dagmar Sachse hatten in einer Anwohner-Mitteilung, die die Verwaltung erst auf Anforderung am Dienstagabend der Presse zur Verfügung stellte, geschrieben, die Flüchtlingsunterkunft entstehe „in den Räumlichkeiten der Firma Möbel Hemmen“. Tatsächlich war die Immobilie bereits 2014 verkauft worden.

Andrea Munderloh verwies darauf, dass durch Lösungen in dieser Form trotz des steigenden Drucks die Nutzung der Turnhallen weiter für die Bürger gesichert werde.

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In dem Anwohnerschreiben der beiden Dezernentinnen heißt es: „Dort können bis zu 100 Menschen Unterkunft finden.“ Ob es tatsächlich dabei bleibt, wird angesichts der deutlich größeren Kapazitäten der Halle von Anwohnern bezweifelt.

Da bereits in unmittelbarer Nähe die Mios-Halle am Stubbenweg mit Raum für bis zu 500 Menschen betrieben wird – nach Angaben von Klaus Oetken von der Firma Johannes Oetken ist dort ein Mietvertrag mit dem Land geschlossen worden (NWZ  berichtete) – stehen derzeit nicht alle Bürger in Etzhorn hinter den Plänen der Stadt. Bürgervereins-Vorsitzender Gustav Backhuss-Büsing warnt vor einer Überforderung. Viele Bürger engagierten sich in hohem Maß für die Flüchtlinge in der Mios-Halle. Dennoch laufe dort noch nicht alles rund. „Und jetzt kommt schon die nächste Halle.“

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