Oldenburg Mit einem neuen Konzept will sich der Herbartgang als exklusives Architektur-Ensemble in der Oldenburger Innenstadt neu positionieren, um vor allem gegen den Internethandel mit einer persönlichen „Wohnzimmer-Atmosphäre“ zu punkten: Dazu zählen besondere Events einerseits, aber auch eine ausgewählte Mischung von Inhaber-geführten Geschäften andererseits. Und überdies hat sich die Werbegemeinschaft des Herbartgangs gerade neu aufgestellt. Ein neues Lichtkonzept für den Gang soll alles in das rechte Licht setzen.

Viel Hoffnung setzen Dirk Brauer als erster und Ralf Lake als zweiter Vorsitzender der Werbegemeinschaft auf den besonderen Mix aus Wirtschaft, Kunst und Architektur. Die Hintergründe dazu erläuterte Architekt Prof. Dr. Volker Droste, der mit seinem Team für die Sanierung des Ensembles seit 2004 verantwortlich zeichnet. „Der Herbartgang zeigt“, so meinte er, „dass die große Zeit der Malls vorbei ist.“

Droste ist der Überzeugung, dass die Menschen nicht länger unter einer Käseglocke im Shop-in-Shop-System einkaufen wollen, sondern stattdessen lieber in ausgewählten Shop-an-Shop-Vierteln. In den Augen des Architektur-Professors gibt es gerade in Oldenburg Straßen, die diese These untermauern: Dazu zählt er die Berg- und die Burgstraße mit ihren kleinteiligen Geschäften und der besonderen Atmosphäre, aber auch die Haarenstraße mit ihren von Inhabern geführten Geschäften als Vergleich etwa zu den Kettenangeboten. Kleine Straßenzüge mit attraktiven Geschäften, die ein Alleinstellungsmerkmal aufweisen, seien in dieser Hinsicht besonders beliebt.

Verantwortlich für das neue Konzept des Herbartgangs zeichnen auch Reinhard Pommerel (Kommunikationsagentur) und Kai Arnold (Immobilien). „Die digitalen Entwicklungen und die damit einhergehende Veränderung von Konsumgewohnheiten stellen den Gang vor neue Herausforderungen“, resümieren sie den Change-Prozess, der auch junge Leute begeistern soll.

Bis zu sechs Veranstaltungen kann man sich im Herbartgang vorstellen. Dazu zählt etwa eine Modenschau mit Nachwuchsdesignern und -designerinnen oder auch mit Bands (Kontakt über: www.pommerel.de). Wie Volker Droste ausführte, sei auch ein Austausch mit Architektur-Studierenden aus Groningen zum Konzept des Ganges vorstellbar als eine Art „Open Class“.

Schon jetzt steht - jenseits von Glühwein und Adventspunsch – ein erster großer Auftritt in dem „öffentlichen Wohnzimmer“ des Hebartgangs fest, das dann allerdings mehr zur öffentlichen Terrasse wird: Im Februar soll ein bekannter Fernsehkoch zum Angrillen kommen.

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Und bis dahin will die Werbegemeinschaft auch ein neues „Wir-Gefühl“ noch stärker wachsen lassen, nicht zuletzt etwa durch harmonisierte Öffnungszeiten. Und trotz aller Bemühungen für den stationären Handel will man auch die Homepage des Ganges überarbeiten.


     www.herbartgang.de 
Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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