Hundsmühlen /Eversten Feine Nebelschwaden ziehen über die Hunoldstraße, die an der Stadtgrenze in Richtung Hundsmühlen beginnt. Die Blicke der Autofahrer, die an einer Baustellenampel in Höhe der Achternmeerer Straße auf den Gegenverkehr warten müssen, mustern neugierig den Mann in Arbeitskleidung, der vor einem Gerät steht, das wie eine Mischung aus Ofen und Kompressor aussieht. Stefan Behlert von der Firma Aarsleff, kennt das schon. Wenn er mit seinen Kollegen im Auftrag der in Röthenbach bei Nürnberg gelegenen Firma anrückt, qualmt es auf den Straßen schon mal.

Aarsleff ist ein Spezialist für Rohrsanierungen. Im Auftrag der Gemeinde Wardenburg zieht die Firma von der Einmündung des Huntewegs, nahe der Lethe, bis zum Hundsmühler Krug neue Rohre in die Schmutzwasserhauptleitung. Auf das Aufstemmen der Straße wird aus zwei Gründen verzichtet. „Die Hunoldstraße ist die am stärksten befahrene Kreisstraße, außerdem liegen hier viel zu viele Strom-, Gas- und Wasserversorgungsleitungen dicht beieinander“, erklärt Gemeindemitarbeiter Gerd Lampe (Amt für Wirtschaft, Bauen und Umwelt).

Die alternativ eingesetzte Technik funktioniert so: Die neuen Rohre aus einem Kunststoffgewebe werden als sogenannte Inliner in die sanierungsbedürftigen Leitungen geschoben. Getränkt ist das anfangs flexible Material mit einem Kunststoffharz. Sitzt alles perfekt, wird bis zu 80 Grad heißer Wasserdampf in das Rohr gepresst. „Anschließend muss das Ganze zwei Stunden langsam abkühlen“, erklärt Ingenieur Udo Düßmann vom Ingenieurbüro Heinzelmann (Wiefelstede), der die Bauaufsicht hat.

Bis zum Ende der Woche will sich das Team mit dieser Technik von Schacht zu Schacht bis in die Nähe des Küstenkanals vorarbeiten. Um zu verhindern, dass die in Containern auf dem Fußweg gelagerten Rohre vorschnell aushärten, werden sie bis dahin wie verderbliche Lebensmittel unter riesigen Mengen Eis gelagert. Die dort herrschenden niedrigen Temperaturen unterbinden entsprechende chemische Reaktionen.

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Die Gemeinde Wardenburg lasse sich die Sanierung ihrer Schmutzwasserkanalisation entlang der Hunoldstraße mehrere hunderttausend Euro kosten, sagt Frank Speckmann. Nach Angaben des allgemeinen Vertreters der Bürgermeisterin werden 2014 in einem zweiten Bauabschnitt die Hausanschlüsse saniert, bei denen Kamerafahrten Schäden zum Vorschein brachten. Versackungen des Erdreichs und Baumwurzeln sind typische Ursachen dafür. Die Tatsache, dass die Gemeinde 2014 mit der Sanierung ihres Schmutzwasserkanals dann fertig sein will, hat laut Speckmann einen guten Grund. „Wir wollen mit diesem Thema unbedingt durch sein, bevor die Sanierung der Hunoldstraße beginnt.“


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Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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