Bürger fordern Stadtverwaltung zum Handeln auf

Gundomar Seifert freut sich zwar, dass die Stadt auf seinen Hinweis und auf eine Berichterstattung der NWZ hin eine Überquerungshilfe mit Verkehrsinsel an der Bushaltestelle am P+R-Platz Marschweg/Olantis Huntebad eingerichtet hat, aber: „Die Insel ist 30 Meter vom eigentlichen Geschehen entfernt, und sie ist nicht als Fußgängerüberweg gekennzeichnet“, kritisiert der Everster. Auf seine Anregung hin ließ die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr unter der Brücke auch ein Netz spannen, damit sich dort Tauben nicht niederlassen. „Es wurde nur zu weit hinten angebracht. Tauben gibt‘s hier weiterhin, und sie hinterlassen ihren Dreck auf den parkenden Autos.“

Maren Plesch, Mutter von drei Kindern, wohnt in der Vereinigungsstraße und wünscht sich – zumindest für den vorderen Teil – die Umwandlung zur „Spielstraße“. „Hier fahren viele Autos von der Hauptstraße zum Marschweg, um Ampeln zu vermeiden. An Tempo 30 halten sich die wenigsten.“ Die Eversterin fordert die Ratspolitiker auf, sich um das Thema zu kümmern. „Über einen Ortstermin würden wir Anlieger uns freuen.“ Von Schulbussen werde dieser Teil der Straße auch nicht genutzt. „Also könnte man hier doch eine Spielstraße einrichten.“

Heinrich Krause hält die Gestaltung der Parkbuchten an der Hauptstraße für einen Schildbürgerstreich der Stadt. „Wer da mit dem Auto rein möchte, wenn schon eines in der Bucht steht, der muss über hohe Bordsteinkanten und Beete fahren. Wie kann man so was bauen? Das kann man doch heute am PC berechnen. Viele meckern darüber, aber keiner tut was.“

Die Rollende Redaktion stand an der Hundsmühler Straße. Bürger sagten ihre Meinung.

Von Susanne Gloger

Eversten „Aber sonst fühlen wir uns hier wohl“ – eher allgemein fiel das Lob der Everster über ihren Stadtteil aus. In der Kritik waren sie konkreter. Die Rollende Redaktion stand am Donnerstag am Combi-Markt an der Hundsmühler Straße, und zahlreiche Bürger nutzten die Gelegenheit, um über Eversten zu sprechen. Vorrangig ging es um den Straßenverkehr.

Als gute Lösung bewertet Bernhard Visser die Linksabbiegespur zum Lidl- und Combi-Markt. Auch die Neugestaltung der Hauptstraße hält er für gut gelungen. „Und die Finnenbahn auf der Hundsmühler Höhe wurde schön gemacht.“ Der Everster schätzt das viele Grün im Stadtteil und umzu.

Christel Koscheike lobt die gepflegten Gärten. Sie bemängelt jedoch den Zustand des Ahlkenweges und des Wieselweges. „Die müssten endlich ausgebaut werden. Die Löcher da sind ja lebensgefährlich.“

Besonders gefährlich ist auch die Situation an der Kreuzung Niedersachsendamm/Marschweg/Sodenstich, weiß Waltraud Kochanek. Sie wäre dort schon fast von einer Autofahrerin erfasst worden, die vom Marschweg in den Sodenstich wollte. „Ich schob mein Rad über den Sodentich und hatte, wie die Frau im Auto, Grün. Das wurde von ihr übersehen. Das passiert hier auch anderen Autofahrern.“ Auf dem Sodenstich werde – trotz Bodenwellen – Tempo 30 oft nicht eingehalten, so die Eversterin. Außerdem hat sie beobachtet, dass Radfahrer, die von der Schleuse kommen, am Niedersachsendamm auf der falschen Seite fahren. Und sie wünscht sich für die Fußgängerampel am Niedersachsendamm eine längere Grünphase.

Marga Bruns wohnt an der Hundsmühler Straße und sie fordert die Stadt auf, endlich etwas gegen den Schwerlastverkehr zu unternehmen. „Wenn sonntags das Fahrverbot für Laster ab 22 Uhr endet, geht‘s wieder los“, weiß sie. In einer halben Stunde habe sie dann schon einmal 54 Lastwagen gezählt. „Wenn die leer sind und über die Gullys fahren, dann wackelt bei mir das Geschirr im Schrank.“Eva Rava ist erbost darüber, dass die Anlieger des Hausbäker Weges zwar Straßenreinigungsgebühren zahlen, die Stadt sich aber nicht um die Reinigung der Gräben kümmere. Dieter Belke ist aufgefallen, dass an der Litfaßsäule unter den Eichen am Hausbäker Weg das Gras schon seit Jahren nicht mehr gemäht wird. „Im Herbst haben die Anlieger hier auch

viel Arbeit mit dem Laub. Die Stadt rührt nichts an.“ An den GSG-Wohnblocks am Dachsweg sehe es unansehnlich aus, kritisiert Helga Becker. Überall fliege Müll herum.

Bernd Bischoff, SPD-Ratsherr aus Eversten, lobt die Einrichtung des Runden Tisches im Stadtteil auf Initiative der Kirchengemeinde. „Die Forderung nach einem Jugendtreff in Eversten ist im Moment das Hauptthema. Der Bedarf ist groß.“

Bärbel Röben, stellvertretende Vorsitzende des Schützenverein Eversten, appelliert: „Wir brauchen, wie andere Vereine auch, mehr Jugendliche und Aktive aus der mittleren Generation zwischen 30 und 50 Jahre.“ Wer Lust hat, kann zu den Übungsabenden donnerstags ab 17 Uhr zur Anlage, Am Schießstand, kommen.

Hermanda Knebusch, Bewohnerin des DRK-Seniorenheims an der Bodenburgallee, kritisiert, dass die Bänke am Bodenburgteich, die vor einem Jahr aufgestellt wurden, Grünspan angesetzt haben. „Da mag sich niemand hinsetzen.“ Gleiches bemängelt auch Hans-Günther Zemke, Vorsitzender des Bürgervereins Eversten. „Die Bänke wurden gespendet, und sie sind in einem schlechten Zustand.“ Seiner Kenntnis nach kümmere sich die Stadt vorrangig um die Bänke in der Innenstadt.

Ärgerlich seien auch die Farbschmierereien, verweist Zemke auf Verschandelungen an der Autobahnbrücke über der Gneisenaustraße. „Für die Beseitigung hat die Stadt kein Geld“, weiß der Vereinsvorsitzende. Die Stadt unternehme auch nichts, um die demolierte Info-Tafel, die sie am Marktplatz Eversten aufgestellt habe, zu reparieren.

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„Sonntags ab 22 Uhr geht‘s mit den Lastwagen wieder los“

Marga Bruns

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