Oldenburg Im Rathaus geht man davon aus, dass zunächst einmal nicht mit weiteren Flüchtlingszuweisungen zu rechnen ist. „Wir haben mit Blankenburg ein Erstaufnahmelager, erfüllen unsere Quoten und haben nun mit dem Stubbenweg auch eine Notunterkunft für 500 Personen“, sagte Stadtsprecher Reinhard Schenke dazu auf Anfrage der NWZ . Das Land hatte am Mittwoch die Kommunen noch einmal um Amtshilfe gebeten (siehe S. 1).

In der Halle am Stubbenweg laufen die Vorbereitungen weiter, denn in diesen Tagen werden die ersten 100 Flüchtlinge erwartet. Auch auf deren Registrierung ist man eingestellt. Die ehemalige Großmarkthalle in Etzhorn war vom Land in der vergangenen Woche angemietet worden (NWZ  berichtete), weil die Not so groß ist. Wie Klaus Oetken von der Firma Johannes Oetken auf Nachfrage der NWZ  am Mittwoch bestätigte, habe man einen kurzfristigen Mietvertrag mit dem Land für die 5600 Quadratmeter große ehemalige Mios-Halle unterzeichnet.

Er betonte noch einmal, dass es sich nicht etwa um eine Lagerhalle handele, sondern um ein mit einer modernen Heizanlage ausgestattetes Gebäude, in dem Oetken am Mittwoch ein Kinderspielzimmer einrichten ließ. Das Unternehmen stellt der Flüchtlingsinitiative „Pro connect“ etwa mietfrei Räume an der Güterstraße zur Verfügung.

Auch der Bürgerverein Etzhorn hat schon mehrfach signalisiert, dass man den Menschen beim Einleben im Stadtnorden helfen wolle. Dabei wünscht man sich allerdings professionelle Unterstützung und Informationen. Dass das bislang nicht geschah, zeigt womöglich auch, wie groß die Not ist.

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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