Ofenerdiek Es ist der Grünsteifen parallel zur Ofenerdieker Straße zwischen den Bahnübergängen Am Stadtrand und Karuschenweg, der die Harmonie zwischen den Ofenerdieker Vereinen stört. Das wurde am Dienstag beim Bürgerabend deutlich, zu dem der Bürgerverein Ofenerdiek ins Vereinsheim des SV Ofenerdiek eingeladen hatte. Vorsitzender Hans-Gerd Tabke begrüßte mehr als 50 Gäste – darunter auch Ratsvertreter: Esther Niewerth-Baumann und Joachim Voß von der CDU, Margrit Conty, Werner Kaps und Heinz Backhaus von der SPD, Michael Harms (stv. FDP-Kreisvorsitzender), Manfred Drieling (FW-BFO), sowie Jonas Höpken (Die Linke).

Während der Verein Handel und Gewerbe Ofenerdiek (Hugo) den Grünstreifen bebauen möchte, weil (so dessen Vorsitzender Hilbert Schoe) dringend benötigte Gewerbeflächen im Stadtteil fehlen, beanspruchen der Bürgerverein (BVO) und die Arbeitsgemeinschaft Ofenerdieker Vereine (AGM) das Areal für eine Unterführung der Bahnschienen.

Vor dem Hintergrund wachsenden Bahnverkehrs zum Jade-Weser-Port fordern BVO und AGM gemeinsam mit vielen Bürgern, dass dieser Grünstreifen nicht bebaut werden soll, solange nicht geklärt ist, ob es eine Bahnumfahrung oder den Ausbau der Bestandsstrecke geben wird. Auf 18 Protestmärschen 2011 und 2012 hatten sich viele hundert Ofenerdieker lautstark für eine Unterführung ausgesprochen. Hans-Gerd Tabke sagte am Dienstagabend in Richtung Hugo: „Finger weg vom Grünstreifen.“ Und bekam für diese Aussage großen Beifall. Mit so einem kleinen Grundstück könne man Ofenerdiek nicht neu erfinden, meinte Tabke.

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Unternehmen anlocken

Hilbert Schoe dagegen stellte die Bebauung des Streifens als Lösung für ein großes Problem dar. „Wenn wir neue Unternehmen nach Ofenerdiek locken, sehe ich das auch als Synergieeffekt für viele Kaufleute im Stadtteil“, sagte er. Auch sprach Schoe von einem Investitionsstau bei vielen Ofenerdieker Kaufleuten und warb leidenschaftlich für ein starkes Zentrum Ofenerdiek. Das sieht der Hugo-Vorsitzende ganz deutlich auf dem Dorfplatz an der Paul-Tantzen-Straße angesiedelt. Mit dem geplanten Bau eines Edeka-Marktes an der Paul-Tantzen-Straße habe man ein starkes Zugpferd.

Der Bürgerverein wiederum wies den Verein Hugo auf Leerstände von gewerblich nutzbaren Betriebsgebäuden oder -räumen (Beispiel ehemaliger Schlecker-Markt) im Stadtteil hin. Hier sollte der Hugo-Vorstand als Vertreter von Handel und Gewerbe in Ofenerdiek seine Aktivitäten verstärkt einsetzen, um diesen Zustand zu ändern.

Bislang haben aber alle Ofenerdieker Vereine die Rechnung ohne den „Wirt” gemacht, denn der Eigentümer des Grünstreifens ist die GSG. Auf Nachfrage sagte GSG-Prokurist Rainer Zietlow: „Der Grünstreifen steht momentan nicht zur Disposition. Wir werden einer baulichen Entwicklung an der Bahn nicht vorgreifen, solange die Themen Lärmschutz und Unterführung nicht endgültig geklärt sind.“

Letzte Möglichkeit

Bodo Gerdes, 2. Vorsitzender des Bürgervereins, betonte: „Ein unverbauter Grünstreifen ist für Ofenerdiek die letzte Möglichkeit zur Realisierung einer Unterführung.“ Wenn der Betrieb im Jade-Weser-Port erst einmal auf vollen Touren laufe, werde der Stadtteil die Nachteile in vollem Umfang zu spüren bekommen. Solange diese Punkte (Umfahrungstrasse oder Unterführung) nicht geklärt seien, dürfe der Grünstreifens nicht bebaut werden.

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