EVERSTEN Mit vollem Einsatz für den Stadtteil: Jahr für Jahr organisiert der Bürgerverein Besichtigungen und Prämierungen der Vorgärten in rund 200 Wohnstraßen in Eversten. Die schönste Anlage wird mit der „Goldenen Gartenvase“ ausgezeichnet. Am Wochenende stand die abschließende Beurteilung an, doch sie war nur der Abschluss eines langen Findungsprozesses, dessen Ergebnis noch geheim ist. Erst Ende Oktober werden die Gewinner geehrt.

Vergabe seit 1977

„Etwa 4000 Vorgärten haben wir zwischen Frühjahr und Herbst besichtigt“, erzählt der Vorsitzende des Bürgervereins, Hans-Günther Zemke. Die 181 Vorgärten-Besitzer, die dabei die höchstmögliche Punktzahl von vier mal zehn Punkten bekamen, haben nun die Chance auf die begehrte Trophäe. „Seit 1977 wird der Wanderpokal nun schon vergeben“, berichtet Zemke, „einige Vorgärten-Besitzer sind sogar bereits zwei Mal Sieger geworden.“

Im Endspurt des diesjährigen Wettbewerbs machten sich Zemke und Günter Mehrens von der Vorgärten-Kommission sowie die Vereinsmitglieder Anneliese Wehrmann, Bernhard Hoffmann sowie Christa und Horst Witte nun auf die abschließende Besichtigungs-Rundtour. Zum ersten Mal waren diesmal alle Vereinsmitglieder eingeladen, an der Bewertungstour teilzunehmen. „Sonst gab es hinterher immer wie in der Schule Diskussionen um die Noten“, so Zemke, „die Leute riefen an und fragten ,Warum hat der gewonnen und nicht ich?’. Mit der Beteiligung aller an der Bewertung möchten wir dem entgegenwirken.“

Und dann stehen die Vereinsmitglieder auch schon in Garten Nummer eins der Tour: Nicht nur der äußerst gepflegte Vorgarten von Otto Buchholz hat es der Jury angetan, auch auf den wunderschönen Garten hinterm Haus – der für den Sieg der Goldenen Gartenvase allerdings nicht ausschlaggebend ist – wird allzu gerne ein Blick geworfen.

Der Besuch entgeht auch Buchholz, bereits in den Jahren 1985 und 1993 Gewinner der „Goldenen Gartenvase“, nicht: Schon steht der stolze Gartenbesitzer, der sich trotz einer Behinderung alleine um die Pflege seines Vorgartens kümmert, bei der Jury und fachsimpelt über Gartengestaltung und -pflege.

„Die Vorgarten-Prämierung liegt im kommunalen Interesse“, erzählt derweil Zemke, „die Gartenpflege ist schließlich ein wichtiges Segment im Qualitätsnachweis für die Stadt. Dafür bekommen wir keinen Zuschuss, das zahlen alles die Vereinsmitglieder selbst.“

Einstimmige Entscheidung

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Nicht verstehen kann der Vereinsvorsitzende, warum die Stadt jedes Jahr so viel Geld in die Traumgärten-Aktion in der Innenstadt steckt: „Kosten und Nutzen stimmen da nicht überein. Und hinterher wird alles wieder abgerissen, dabei ist das Leben, was man da wegschmeißt“, hat er hier eine andere Meinung als die Stadt.

Einig war man sich dagegen in Eversten bei der Vorgarten-Prämierung. Der Sieger ist noch geheim, aber dass er einstimmig von der Jury gewählt wurde, sei hier schon verraten.

Jantje Ziegeler Redakteurin / Online-Redaktion
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